VSV-Männer unterliegen gegen den SV Reudnitz 1:3

Es wurde die erwartet schwere Partie für die Oelsnitzer Regionalliga-Männer. Beim SV Reudnitz hatten sie jedoch vor allem mit der hohen eigenen Fehlerquote und den schwachen Aufschlägen zu kämpfen. Diese Nachlässigkeiten nutzten die erfahrenen Gastgeber gekonnt aus und setzten sich mit 3:1 gegen die Vogtländer durch. Das ohnehin hektische Spiel wurde vom Schiedsgericht mit teilweise sehr fragwürdigen Entscheidungen zerpfiffen. Durch diese Niederlage rutschen die Oelsnitzer nun auf Rang 3 der Tabelle.

SV Reudnitz - VSV Oelsnitz 3:1 (25:21, 25:27; 25:17; 25:22) 

Mit voller Kapelle starteten die Oelsnitzer am frühen Samstagmorgen in die Messestadt zum SV Reudnitz, man wusste nicht was einen beim Aufsteiger erwartet und deshalb ging man hochkonzentriert in die Partie. Die Reudnitzer sind als Neuling sehr gut in die Saison gestartet, holten bislang aus drei Spielen zwei Siege. Der Grund sollte sich schnell herausstellen. Zu den seit vielen Jahren bekannten routinierten Akteuren haben sich zahlreiche jüngere Spieler gesellt. Die Gastgeber mussten zwar auf Hauptangreifer Jan Dassler verzichten, dafür sorgte sein Sohn Valentin für mächtigen Wirbel auf dem Feld. Ihn brachte der Oelsnitzer Block nur ganz selten zur Strecke.

Das Spiel begann mit einem sofortigen offenen Schlagabtausch, beide Mannschaften punkteten aus einer stabilen Annahme mit guten Angriffen. Beim 10:12 dann der Schock für die Sperken, Eric Schannwell landete auf dem Fuss eines übertretenen Gegenspielers und muss verletzt ausgewechselt werden. Dafür kommt erstmals in dieser Saison Martin Mocker auf der Diagonalposition zum, Einsatz. Er fügt sich sofort gut ein und zeigt insgesamt ein gutes Spiel bei seinem ersten großen Einsatz. Die Teppichstädter können den Schock relativ schnell verdrängen und zurück in den Satz finden. Es gelingt jedoch nicht den Rückstand auf die Hausherren zu verkürzen, diese machen kaum Fehler und holen sich verdient den ersten Satz mit 25:21.

Der zweite Satz beginnt mit einer Aufschlagserie von Tim Neuber und einer 3:0-Führung. Nun sind die Vogtländer endlich im Spiel, eine sehr gute Annahme und schnelle Angriffe sind die Garanten für zahlreiche Punktgewinne. Auch der Block kann nun hin und wieder punkten, die Gastgeber bleiben jedoch ständig in Schlagdistanz. Beim 15:11 dann ein kurzer Bruch im Spiel der Oelsnitzer, zahlreiche Nachlässigkeiten im Angriff bedeuten den Verlust der Führung und sogar einen 22:21-Rückstand. Doch die Sperken wollen diesen Satz gewinnen, mit viel Kampfgeist, Einsatz und dem nötigen Quäntchen Glück behalten sie im dramatischen Satzfinale mit 27:25 die Oberhand.

Doch anstatt diesen Schwung mit in den nächsten Satz zu nehmen, brechen die VSV-Männer im dritten Satz völlig ein. Die Fehlerquote im Angriff und vor allem dem Aufschlag steigt enorm an. Trotz guter Annahme und machbaren 1:1-Situationen im Angriff gelingt es häufig nicht den Punkt zu machen. Reudnitz macht es besser, verteidigte Bälle werden mit Köpfchen und Cleverness in Punkte verwandelt. Die Einwechslungen von Franz Damaschke, Alexander Krug und Daniel Simon bringen etwas frischen Wind, den Lauf der Hausherren zu unterbrechen gelingt jedoch nicht. Der Satz geht klar mit 17:25 verloren.

Im vierten Satz sollte der erste Tiebreak der Saison erzwungen werden, also Köpfe frei und rein ins Getümmel. Und es ließ sich durchaus gut an, die Annahme stand wieder gut und es konnte munter gepunktet werden. Das große Manko lag jedoch weiterhin im katastrophalen Aufschlagverhalten. Zu häufig flogen die Bälle ins Netz oder Aus, zu selten gelangen druckvolle Aufschläge. So konnte auch Reudnitz relativ unbekümmert punkten, die Nase hatten jedoch lange Zeit die Sperken leicht vorn. Erst im Satzfinale begannen die Nerven der Sperken zu flattern, wieder gab es nun Fehler im Angriff und leichte Punktgewinne für die Hausherren. Die nahmen die Geschenke gerne an und bejubelten mit einem 25:22 ihren dritten Saisonsieg.

Diese Niederlage ist nach einer solchen Leistung absolut verdient, die offenen Baustellen sind erkannt und werden im Training angegangen. Erfreulich war die gute Leistung von Martin Mocker, er wurde förmlich ins kalte Wasser geworfen und konnte gute Akzente setzen. Schon am kommenden Samstag kommt es zum Kracher gegen den ungeschlagenen Tabellenführer VC Gotha. Spielbeginn in Oelsnitz ist wie immer um 19.00 Uhr.

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Stefan Rossbach, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß, Daniel Simon, Sascha Singer