VSV Oelsnitz gewinnt das Derby gegen den Chemnitzer PSV

Am Samstag waren die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer zu Gast beim Chemnitzer PSV. Dieser hatte zuletzt drei Spiele gewonnen und lag mit neun Punkten mit den Sperken gemeinsam auf Rang drei. Die PSV-Männer hatten sich viel vorgenommen, dies schien wie eine schwere Bürde auf deren Schultern zu lasten. Denn das Spielgeschehen bestimmten ganz klar die Gäste, nur phasenweise gestatteten sie sich eine gedankliche Auszeit und ließen so die Hausherren am Spielgeschehen teilhaben. Am Ende gingen die Vogtländer jedoch mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg vom Feld. Damit behaupten sie Rang drei in der Tabelle.

Chemnitzer PSV – VSV Oelsnitz 0:3 (18:25; 20:25; 23:25)

Vor dem abschließenden Training am Freitag war noch völlig unklar mit welcher Mannschaft die Oelsnitzer am Samstag zum Derby reisen konnten. Denn die Trainingsbeteiligung der letzten anderthalb Wochen war durch Krankheiten, Verletzungen und berufliche Verpflichtungen katastrophal gewesen. Doch zum Glück lösten sich am Freitag zahlreiche der Personalsorgen in Wohlgefallen auf, so standen letztendlich elf mehr oder weniger gesunde Spieler zur Verfügung.

Von Beginn an bestimmten die Oelsnitzer sowohl auf dem Feld als auch auf den Rängen das Geschehen. Angefeuert vom mitgereisten Trommler-Trio Daniel Graslaub sowie Michael und Eric Schnurre zeigten die Vogtländer gleich wohin die Punkte an diesem Samstag gehen sollten. Druckvolle Aufschläge ließen die Gastgeber nicht ins Spiel kommen. Die eigene Annahme hingegen stand hervorragend und gab Zuspieler Tim Neuber die Chance seine Angreifer mit tollen Pässen mehrfach vor lösbare Aufgaben zu stellen. Diese ließen sich nicht lange bitten und punkteten munter drauf los. Dazu kam ein blendend aufgelegter Libero Jürgen Hanitzsch der immer wieder Chemnitzer Angriffe entschärfte. Oelsnitz hatte einen Lauf und setzte sich auf 19:9 ab. Nun bekam auch Franz Damaschke im Zuspiel seine Einsatzchance, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase vernaschte auch er den Chemnitzer Block mit einigen schönen Pässen. Mit 25:18 wurde der erste Satz gewonnen.

Auch im zweiten Satz sorgte eine schnelle 8:3-Führung für Sicherheit. In der Mitte des Satzes wurde erneut gewechselt, nun bekamen auch Stefan Rossbach und Daniel Simon ihre Einsatzzeiten. Alle fügten sich hervorragend ein und leisteten ihren Beitrag zum erneuten Satzgewinn von 25:20.

Im dritten Satz änderte sich am Spielgeschehen nicht viel. Die Sperken spielten munter ihren sehenswerten Angriffsvolleyball, die Chemnitzer konnten ihr sehr ruhiges Publikum nur selten mit eigenen erfolgreichen Angriffen verwöhnen. Sie sammelten vor allem durch missglückte Annahmen der Sperken ihre Punkte. Insgesamt waren sie jedoch sichtlich überfordert mit dem variablen Angriffsspiel der Gäste. So sah es auch beim 23:18 erneut nach einem klaren Satzgewinn aus. Doch die Teppichstädter machten es noch einmal spannend, leichte Nachlässigkeiten in Annahme und Angriff ließen den Vorsprung schmelzen. Doch als es in die entscheidende Phase ging waren die VSV-Männer zur Stelle, eine saubere Annahme und ein erfolgreicher Angriff bedeuten den 25:23-Satz- und Spielgewinn.

Nach der etwas holprigen Vorbereitung auf dieses Spiel fokussierten sich die VSV-Spieler auf ihre Stärken und spielten überwiegend konzentriert, clever und mannschaftlich geschlossen. Dafür stand am Ende der verdiente 3:0-Sieg zu Buche. In der kommenden Woche empfangen die Oelsnitzer den Aufsteiger SV Stahl Unterwellenborn in der Sporthalle Oelsnitz.

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Jonas Lange, Franz Masur, Tim Neuber, Stefan Rossbach, Eric Schannwell, Daniel Simon, Sascha Singer