VSV Oelsnitz startet mit einem Sieg in die Rückrunde

Einen erfolgreichen Start ins neue Jahr und in die Rückrunde feierten die Regionalliga-Volleyballer des VSV Oelsnitz am vergangenen Samstag. Gegen den Tabellenvorletzten Erfurter VC wiederholten die Sperken ihren Hinrunden-Erfolg und gewannen auch das Rückspiel in eigener Halle mit 3:0. Rund 300 Zuschauer sahen einen überwiegend dominierenden Gastgeber. Lediglich im dritten Satz stieg der Spannungspegel im Satzfinale noch einmal gewaltig an. Schlussendlich verwandelten die Oelsnitzer aber endlich den sechsten Matchball zum 32:30. Mit 19 Punkten bleiben sie dem Tabellenzweiten SV Reudnitz damit auf den Fersen.

VSV Oelsnitz – Erfurter VC 3:0 (25:16; 25:21; 32:30)

Im Hinspiel erwischten die Thüringer nicht ihren besten Tag und blieben unter ihren Möglichkeiten. Deshalb wollten die Oelsnitzer konzentriert und druckvoll in diese Partie starten. Dieser Vorsatz ging schief, denn zahlreiche Aufschlagfehler bestimmten zunächst das Geschehen. Beide Mannschaften agierten zunächst sehr fahrig und produzierten viele eigene Fehler. Erst mit den guten Aufschlägen von Tim Neuber und einer 11:7-Führung gewann das Oelsnitzer Spiel an Sicherheit. Die Annahme stand stabil und ermöglichte ein schnelles und variables Angriffsspiel dass den Erfurter Block meist überforderte. Die Sperken punkteten munter im Angriff, besonders Eric Schannwell feuerte aus allen Lagen und sammelte fleißig Punkte. Auch der Oelsnitzer Block kam nun immer besser zur Geltung, die Führung wurde ausgebaut und der Satz deutlich mit 25:16 gewonnen.

Auch im zweiten Satz hatten die Teppichstädter schnell die Nase vorn, platzierte Aufschläge und gute Blockarbeit ließen die Gäste nicht ins Spiel kommen. Zudem sorgte die Verletzung des Erfurter Urgesteins Stefan Stauß kurzzeitig für einen Schock bei den Thüringern. Grundsätzlich agierten sie relativ harmlos, davon ließen sich die Hausherren phasenweise anstecken. Immer wieder schlichen sich kleine Unkonzentriertheiten und Flüchtigkeitsfehler ins VSV-Spiel. So konnten die Blumenstädter den Vorsprung fast egalisieren. Erst nach einer Auszeit beim 18:17 übernahmen die Gastgeber wieder vollständig das Zepter und brachten auch diesen Satz mit 25:21 nach Hause.

Im dritten Satz ließen die Oelsnitzer die Zügel etwas schleifen und ließen sich erneut vom schwachen Gegner anstecken. Das Spiel plätscherte so dahin, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Es gab zwar immer sehenswerte Aktionen beider Teams, dennoch riss das Spiel die Zuschauer nicht unbedingt von den Sitzen. Dies sollte, leider unnötiger Weise, erst in der Schlussphase gelingen. Beim 24:22 hatten die Hausherren zwei Matchbälle, doch etwas übermotiviert und unkonzentriert wurden alle Chancen auf den Satzgewinn vergeben. Stattdessen hatten plötzlich die Thüringer ihren ersten Satzball. Das Spiel drohte zu kippen, doch die Oelsnitzer wollten hier keinesfalls in die Verlängerung gehen. Der VC-Satzball wurde abgewehrt, kurz darauf auch deren zweiter Satzball beim 26:25. Nun folgte Schwerstarbeit fürs Oelsnitzer Publikum. Beim zweiten Matchball erhob es sich von den Sitzen, nahm kurz darauf beim Ausgleich der Gäste wieder Platz. So sollte es nun einige Minuten gehen, insgesamt fünf Matchbälle wehrten die Thüringer ab und zwangen das Publikum zum Auf und Ab. Erst beim 31:30 landete ein Angriff des VC-Kapitäns Lars Pößel im Netz, der VSV bejubelte endlich den 3:0-Erfolg.

Beim VSV kam erstmal Stefan Roßbach von Beginn an zum Einsatz. Er hatte sich zuletzt im Training und in Testspielen stark präsentiert und wurde mit seinem Startdebüt belohnt. Er bestätigte diese Trainingsleistungen und zeigte eine tolle Partie. Die Oelsnitzer Neuzugänge gewinnen damit immer mehr an Bedeutung, das Ziel deren Integration nimmt immer bessere Formen an und verleiht dem Oelsnitzer Trainergespann zahlreiche Alternativen. Schon in der kommenden Woche wartet eine weitaus schwerere Partie. Dann reisen die VSV-Männer zum aufstrebenden USV TU Dresden.    

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Stefan Roßbach, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß, Daniel Simon, Sascha Singer