VSV-Volleyballer gewinnen das Spitzenspiel

Die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer bleiben in der Rückrunde weiterhin ungeschlagen. Im Spitzenspiel gegen den punktgleichen SV Reudnitz zeigten die Sperken eine konzentrierte und engagierte Leistung, siegten am Ende vor rund 300 Zuschauern verdient mit 3:0. Dabei waren die beiden ersten Sätze hart umkämpft, beide gingen mit 25:23 an die Hausherren. Erst im dritten Satz hatten die Gäste nichts mehr entgegenzusetzen, die Oelsnitzer zogen ihr Spiel durch und sicherten sich den dritten Sieg in diesem Jahr. Mit nunmehr 25 Punkten sind sie allein auf dem 2. Tabellenplatz.

VSV Oelsnitz – SV Reudnitz 3:0 (25:23; 25:23; 25:16)

Die Partie konnte brisanter nicht sein, beide Teams hatten vor dem Spiel 22 Punkte und 25:16 Sätze. Das Hinspiel hatten die Leipziger mit 3:1 gewonnen, dafür wollten sich die Teppichstädter unbedingt revanchieren. Die Gäste waren mit einer extrem erfahrenen Mannschaft angereist, das Durchschnittsalter der Akteure betrug 42 Jahre. Deren Spielweise war daher in der gesamten Partie von sehr cleveren Aktionen und Angriffen geprägt.

Entgegen der beiden letzten Spiele fanden die VSV-Männer diesmal gleich ins Spiel, es konnte sich sogar ein 5:3-Vorsprung erarbeitet werden. Doch plötzlich wackelte die Annahme und im Angriff wurde zu fahrlässig agiert, die Gäste zogen auf 8:5 davon. Das VSV-Trainergespann nahm eine Auszeit, fortan lief es wieder besser im VSV-Sechser. Dennoch blieben die Reudnitzer in Führung, sie produzierten kaum Fehler und erzielten mit ihrer ganzen Erfahrung immer wieder wichtige Punkte. Zudem punkteten sie immer wieder mit schnellen Mittelangriffen, diese waren in dieser Phase einfach nicht in den Griff zu bekommen. Erst gegen Mitte des Satzes erhöhten die Hausherren den Druck im Aufschlag, dies sorgte bei den Gästen für Probleme im Spielaufbau und zu Ballgewinnen in der Oelsnitzer Abwehr. Der Doppelwechsel mit Franz Damaschke und Martin Mocker für Tim Neuber und Eric Schannwell machte sich bezahlt, der Rückstand wurde verkürzt und sogar zum 18:18 ausgeglichen. Nun ging es in eine spannende Schlussphase des ersten Satzes, beim 23:23 sorgte ein Block für den ersten Satzball der Gastgeber. Mit einer tollen Abwehr kratzte der blendend aufgelegte Libero Jürgen Hanitzsch den Angriff der Gäste vom Boden, der folgende Angriff wurde zum umjubelten 25:23-Satzsieg verwandelt.

Dieser Satzgewinn gab Selbstvertrauen, die VSV-Männer kamen immer besser ins Spiel. Die Annahme stand sicher, die variablen Angriffe wurden mit einer guten Mischung aus Kraft und Cleverness verwandelt. Zudem kam nun auch der Block immer öfter zur Geltung, auch die gefährlichen Mittelangriffe der Gäste konnten nun hin und wieder abgewehrt werden. Schnell führten die Sperken mit 10:6 und zwangen SV-Urgestein Jan-Türk Daßler zur ersten Auszeit. Doch der VSV ließ sich nicht beirren, spielte konzentriert und engagiert seine Stärken aus. Spannend wurde es noch einmal gegen Satzende. Eine kurze Schwächephase mit einigen unnötigen Fehlern ließ die Leipziger auf 21:20 verkürzen, kurz darauf hatten die Hausherren beim 24:21 allerdings schon wieder drei Satzbälle. Der dritte wurde dann letztendlich zum erneuten 25:23-Satzgewinn verwandelt.

Im dritten Satz ließen die Oelsnitzer dann nichts mehr anbrennen. Die Gegenwehr der Gäste ließ langsam nach, ihre Fehlerquote stieg und es gab kaum Wechselalternativen auf der Bank. Konzentriert zogen die Vogtländer ihr Spiel durch und boten beim deutlichen 25:16-Satzgewinn noch einige sehenswerte Angriffe und Abwehraktionen für die Zuschauer.

Tolle Angriffe, hart umkämpfte Ballwechsel und spannende Satzenden machten diese Partie zum erwarteten Spitzenspiel. Mit einer sehr guten Mannschaftsleistung holten sich die Sperken den verdienten Sieg und den Sprung auf Platz 2 der Tabelle. Schon in der kommenden Woche wartet der nächste schwere Brocken, am Sonntag reisen die Oelsnitzer zum ungeschlagenen Tabellenführer VC Gotha.    

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Andre Möckel, Martin Mocker, Tim Neuber, Eric Schannwell, Daniel Simon, Sascha Singer