VSV Oelsnitz gewinnt Duell der Zweitplatzierten

Nach zweiwöchiger Spielpause empfingen die Oelsnitzer Volleyballer am Samstag den punktgleichen Chemnitzer PSV zum Duell der beiden Zweitplatzierten. Im Hinspiel hatten die Sperken mit 3:0 dominiert, diesmal wollten es die Gäste spannender machen. Dies gelang allerdings nur im ersten Satz, danach bestimmte wieder der VSV das Geschehen. Am Ende siegten die Hausherren vor rund 200 Zuschauern verdient mit 3:0 und sind damit nun alleiniger Tabellenzweiter.  

VSV Oelsnitz – Chemnitzer PSV 3:0 (27:25; 25:20; 25:17)

Die Chemnitzer hatten das Hinspiel deutlich verloren, seitdem aber eine starke Entwicklung genommen. In der Rückrunde wurde bislang nur ein Spiel gegen Ligaprimus VC Gotha verloren, mit viel Selbstvertrauen waren sie deshalb ins Vogtland gereist. Sie hatten sich also viel vorgenommen, scheinbar zuviel, denn zu Beginn unterlagen die Gäste ihrer großen Nervosität. Dies nutzten die Hausherren für eine schnelle 5:2-Führung. Doch auch sie waren noch nicht richtig in der Partie, zahlreiche Probleme in der Annahme und dem Angriff ließen die Gäste ausgleichen. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, beide Teams stabilisierten die Annahme und zeigten sehenswerte Angriffe. Keine Mannschaft konnte sich im Satzverlauf mehr als zwei Punkte absetzen, so erlebten die begeisterten Zuschauer ein spannendes Satzfinale. Die Gäste wehrten zwei Matchbälle der Hausherren ab, den dritten verwandelten die VSV-Männer dann endlich zum 27:25-Satzgewinn.

Dieser Satz war enorm wichtig fürs Selbstvertrauen der Vogtländer, denn bislang waren die Aktionen im ersten Satz noch nicht geprägt von Souveränität. Dies sollte sich nun ändern, denn die immer besser werdende Annahme gestattete schnelle Zuspiele und erfolgreiche Angriffe. Chemnitz zeigte sich sichtlich verunsichert und trug mit vielen Fehlern zur deutlichen 16:9-Führung der Gastgeber bei. Dann plötzlich stotterte der Angriffsmotor, vier Angriffe in Folge konnte nicht in einem Punkt und Aufschlagwechsel umgemünzt werden. Sollte dies den Satz noch einmal spannend machen? Dies tat es nicht, denn die Teppichstädter zogen das Tempo an, erhöhten den Druck im Aufschlag und zwangen die Gäste zu zahlreichen Fehlern. Mit 25:20 ging dieser Satz schon deutlicher an den VSV.

Im dritten Satz sah es nach wenigen Minuten so aus, als würden die Sperken kurzen Prozess machen. Es stand schnell 5:1 und scheinbar bremste dies die Konzentrationsfähigkeit der Gastgeber. Plötzlich häuften sich ihren eigenen Fehler und der CPSV führte mit 7:5. Eine Auszeit und mahnende Worte von Coach Jonas Lange und Kapitän Alexander Krug brachten das Schiff zurück auf Kurs. Es wurde wieder konzentriert angenommen und damit die Möglichkeit für variantenreiche Angriffe gegeben. Damit hatten die Gäste ihre liebe Mühe, mit jedem verlorenen Punkt wurden sie sichtlich konsternierter und ihre Fehler häuften sich. Über die Stationen 14:10 und 18:11 zogen die Oelsnitzer auf und davon, der klare 25:17-Satzgewinn war reine Formsache.

Dieser 3:0-Erfolg war bestimmt keiner der hochklassigsten Art, denn beide Teams wiesen eine hohe Fehlerquote auf. Die Gäste hatten sich selbst sehr unter Druck gesetzt, zudem haderten sie zu häufig mit dem technisch sehr anspruchsvoll pfeifenden Schiedsgericht. Bei den VSV-Männern fügte sich jeder nahtlos in die geschlossene Mannschaftsleistung ein. Bereits in drei Wochen kommt es zum dritten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison, im Regionalpokal treten die Sperken am 29. oder 30. März in Chemnitz an. Zuvor stehen jedoch noch die beiden letzten Regionalligaspiele auf dem Programm. Am kommenden Samstag wollen sich die Oelsnitzer beim SV Stahl Unterwellenborn für die unnötige 2:3-Hinspielniederlage revanchieren, zum Saisonabschluss am 22. März gastiert dann noch die TSG Markkleeberg in Oelsnitz.

VSV Oelsnitz spielte mit: Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Jonas Lange, Franz Masur, Martin Mocker, Stefan Roßbach, Eric Schannwell, Daniel Simon, Tim Neuber, Sascha Singer