VSV Oelsnitz verpasst positiven Saisonabschluss

Im letzten Punktspiel der Regionalliga-Saison wollten sich die Oelsnitzer Volleyballer mit einem Sieg von ihrem Publikum verabschieden und damit eine sehr gute Saison erfolgreich abschließen. Dies ging gründlich in die Hose. Zu Gast war der Tabellenfünfte TSG Markkleeberg. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr, denn der Spielausgang sollte an der Tabellensituation beider Teams nichts mehr ändern. Die Gäste schafften es befreit und locker aufzuspielen und Dank eines überragenden Diagonalangreifers Eisemann das Spiel in Oelsnitz vor rund 200 Zuschauern mit 3:0 zu gewinnen.

VSV Oelsnitz – TSG Markkleeberg 3:0 (18:25; 24:26; 21:25)

VSV-Trainer Jonas Lange konnte nicht wie erwartet auf den gesamten Kader zurückgreifen, neben Stammzuspieler Tim Neuber fehlten André Möckel, Thilo Schmalfuß und Martin Mocker. Zudem verletzte sich Daniel Simon gleich zu Beginn des ersten Satzes. Die ohnehin geringen Wechselmöglichkeiten schmolzen dahin und sollten sich im Spielverlauf immer wieder bemerkbar machen und am Ende das Zünglein an der Waage sein.

Die Sperken wollten sich unbedingt mit einem Sieg von ihrem Publikum für diese Saison verabschieden, dies lies die Akteure phasenweise ängstlich und zu vorsichtig agieren. Anders die Gäste, sie spielten locker und befreit drauflos und setzten sich durch gute Aufschläge gleich mit 4:2 ab. Die VSV-Männer versuchten fortan in die Partie zu finden, es sollte jedoch nicht richtig gelingen. Lediglich in der Mitte des Satzes keimte kurz Hoffnung auf, gute Aufschläge von Eric Schannwell ließen die Sperken erstmals mit 13:12 in Führung gehen. Doch die Gäste konterten postwendend mit schwer kontrollierbaren Aufschlägen durch Ex-Zweitliga-Spieler Höpfner. Die Hausherren fanden keinen Bezug zum Spiel und gaben den ersten Satz mit 18:25 ab.

Im zweiten Satz zunächst ein ähnliches Bild: die TSG Markkleeberg punktet mit guten Aufschlägen und sehr starker Blockarbeit. Zudem ist Hauptangreifer und 2m-Mann  Eisemann einfach nicht vom Oelsnitzer Block in den Griff zu bekommen. Er erwischt einen goldenen Tag und punktet nach Belieben. Gegen Mitte des Satzes geht dann endlich in Ruck durch den VSV-Sechser, erneut sind es starke Aufschläge von Eric Schannwell die den TSG-Annahmeriegel ins Schwimmen bringen. Jetzt kann auch der Block immer wieder erfolgreich zupacken, aus dem 12:14-Rückstand wird eine 21:16-Führung erspielt. Dies gibt endlich etwas Sicherheit in den Aktionen, beim 24:21 haben die Gastgeber drei Satzbälle. Doch der zum Greifen nahe Satzgewinn rückt plötzlich wieder in weite Ferne, denn plötzlich wackelt die Oelsnitzer Annahme und die Angriffe werden zu zaghaft und unentschlossen vorgetragen. Punkt für Punkt verkürzen die Gäste und haben kurz darauf selbst den ersten Satzball. Diesen nutzen sie direkt zum nicht mehr erwarteten Satzgewinn.

Zu Beginn des dritten Satzes ist das Entsetzen über den verlorenen Satz deutlich in den Oelsnitzer Köpfen zu spüren. Im Angriff gelingt überhaupt nichts, der hohe und stabile Block der Neuseenstädter ist schier unüberwindbar. Schnell steht es 1:6 und eine Auszeit muss die Gemüter erst einmal beruhigen und eine geänderte Angriffstaktik besprochen werden. Diese zeigt in den folgenden Ballwechseln Wirkung, denn es gelingt nun endlich auch im Angriff Punkte zu sammeln. Zudem kann der Block zupacken und den Vorsprung der Gäste langsam dahin schmelzen lassen. Beim 13:14 gelingt fast der Ausgleich, doch es sollte nur ein kurzer Hoffnungsschimmer werden. Denn die Markkleeberger ziehen das Tempo noch einmal an und kommen erneut fast ausschließlich über Eisemann zu Punktgewinnen und einer erneuten 18:13-Führung. Dies bricht dem VSV endgültig das Genick, nun häufen sich die Fehler in Annahme und Angriff und der Satz geht mit 21:25 verloren.

Die Sperken fanden in keiner Phase des Spieles zu ihrer vollen Leistungsfähigkeit, aus unerklärlichen Gründen wurde überwiegend ohne Selbstvertrauen agiert und am Ende verdient verloren. Trotz der Niederlage blicken die Oelsnitzer zurück auf eine sehr gute Saison. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga stand in dieser Saison vor allem die Integration der jungen Neuzugänge im Fokus. Diese haben sich sehr gut entwickelt und bereits gute Leistungen gezeigt. Diese Entwicklung wird sich in der neuen Saison fortsetzen und die jungen Spieler noch deutlich mehr Einsatzzeiten bekommen. Das Saisonziel, ein Platz auf dem Treppchen, wurde eindrucksvoll erreicht. Hinter dem ungeschlagenen Liga-Primus VC Gotha holen sich die Oelsnitzer den Vizemeistertitel. Am kommenden Sonntag steht noch das allerletzte Spiel der Saison auf dem Plan, dann geht es in der ersten Runde des Regionalpokals zum Chemnitzer PSV. Dieser wurde in den Punktspielen zweimal mit 3:0 geschlagen, die Chemnitzer werden daher in eigener Halle auf Revanche aus sein. Spielbeginn ist am 30. März um 17.00 Uhr in Chemnitz.      

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Jonas Lange, Franz Masur, Stefan Roßbach, Eric Schannwell, Daniel Simon, Sascha Singer