Saisonauftakt geht in die Hose

Am Samstag starteten die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer in die neue Saison. Zum Auftakt ging es zum Drittligaabsteiger VC Dresden II. Beide Teams waren zuletzt vor zwei Jahren in der 3. Bundesliga aufeinander getroffen, seitdem hat sich in beiden Teams einiges geändert. Vor allem bei den Landeshauptstädtern findet permanent ein personeller Wandel statt, denn oft gehen die besten Talente in die 1. Mannschaft. So war die Spielstärke der Gastgeber vor der Partie sehr schwer einzuschätzen.

VC Dresden II – VSV Oelsnitz 3:2 (21:25; 19:25; 25:15; 25:21; 15:11)

Die VSV-Männer gingen mit Tim Neuber (Zuspiel), Alexander Krug, Franz Masur (beide Mittelblock), Sascha Singer, Jürgen Hanitzsch (beide Außenangriff), Eric Schannwell (Diagonal) und Stephan Preußner als Libero in die Partie. Und sie erwischten einen tollen Start, nach starken und platzierten Aufschlägen von Tim Neuber sah sich VC-Trainer Dörendahl beim 1:5 zur ersten Auszeit genötigt. Doch damit konnte er seine Jungs auch nicht richtig in Fahrt bringen, die Dresdner produzierten weiterhin zahlreiche Fehler im Aufschlag und Angriff. Damit machten sie es den Vogtländern leicht den ersten Satz mit 25:21 zu gewinnen.

Im zweiten Satz bot sich ein ähnliches Bild. Die Sperken schlugen konzentriert auf und profitierten weiter von der hohen Fehlerquote der Gastgeber. Lediglich der erfahrene Carsten Böttcher war für den Oelsnitzer Block nicht in den Griff zu bekommen. Er hielt seine Mannschaft bis zum 12:12 halbwegs im Rennen, dann verstärkten die Vogtländer den Druck im Aufschlag und zogen auf 20:13 davon. Kurzzeitig hielt am Satzende der Schlendrian Einzug auf dem Oelsnitzer Feld. Die Hausherren konnten zwischenzeitlich verkürzen, der Satz ging dann dennoch mit 25:19 an den VSV.

Die Dresdner wechselten nun durch, mit neuem Zuspieler und zwei neuen Angreifern kam frischer Wind ins Spiel des VC. Auch der junge Diagonalangreifer kam nun immer besser ins Spiel und erzielte zahlreiche Punkte für sein Team. Die Angriffslast verteilte sich fortan von Hauptangreifer Böttcher aufs gesamte Team und die Oelsnitzer waren nicht in der Lage den zunehmenden Angriffsdruck durch Block oder Abwehr zu entschärfen. Zudem wackelte nun immer wieder die Annahme, daraus resultierten harmlose Angriffe. Diese wurden zur leichten Beute der agilen Abwehr oder dem hohen Block der Landeshauptstädter. Die Oelsnitzer hatten nun völlig den Spielfaden verloren und die Gastgeber waren im Spielrausch. Mit 25:15 stellen sie den Satzanschluss her.

Mit dem Schwung des dritten Satzes legten die VC-Youngster auch im vierten Satz los wie die Feuerwehr. Gute Aufschläge und starke Abwehrarbeit bedeuteten eine schnelle 12:4-Führung. Vor allem die Mittelangriffe bereiteten den Gästen immer wieder Sorgen, leider fehlten an diesem Tag Wechselalternativen im Mittelblock. Gewechselt wurde dennoch auf anderen Positionen, Franz Damaschke, Martin Mocker und Matthias Hanitzsch kamen nun ins Spiel. Der frische Wind sollte Wirkung zeigen, besonders Martin Mocker konnte seine enorme Abschlaghöhe nutzen und zahlreiche Punkte erzielen. Nun waren auch immer wieder Block und Abwehr zur Stelle, so schmolz der 12:19-Rückstand und beim 19:22 musste der VC-Coach eine Auszeit nehmen. Damit war der Lauf der Sperken unterbrochen, zwei Angriffsfehler machten die Chance auf den Satzgewinn zunichte.

Im ersten Spiel der Saison musste also gleich der Tiebreak die Entscheidung bringen. Es ging nun wieder der Startsechser aufs Feld, leider erwischte er einen völligen Fehlstart. Die Annahme war unpräzise und die Angreifer wirkten konsterniert und mutlos. Beim 8:1 wurden die Seiten gewechselt und erneut wurden die Auswechslungen aus dem vierten Satz vorgenommen. Wieder gelang es nun den Rückstand zum Schmelzen zu bringen, wieder mussten die Hausherren eine Auszeit nehmen. Die Oelsnitzer gaben sich nicht auf, kämpften weiter verbissen um jeden Ball und erspielten sich immer wieder Break-Chancen. Doch am Ende war der Rückstand in diesem kurzen Satz zu groß und die Hausherren waren einfach zu selbstsicher und stark um diesen Vorsprung ganz herzugeben. Mit einem 15:11 belohnen sie sich für ihre Aufholjagd nach dem 0:2-Rückstand. Damit zeigt sich schon nach dem 1. Spieltag, die Dresdner zählen zu den Titelkandidaten.

Die Sperken erwischten auf zahlreichen Positionen nicht den besten Tag. Als von der Dresdner Seite richtige Gegenwehr kam, fehlten Cleverness und Spielwitz um hier drei Punkte mitzunehmen. Positiv zu erwähnen ist die Leistung der beiden jungen Talente Damaschke und Mocker. In vierzehn Tagen wollen die Oelsnitzer dann den ersten Saisonsieg einfahren, sie empfangen in heimischer Halle den SV Chemnitz-Harthau.

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Eric Schannwell, Stephan Preußner, Sascha Singer