Klares 3:0 zum Heimspielauftakt

Nach der 2:3-Saisonauftaktniederlage vor vierzehn Tagen beim VC Dresden II konnten die Oelsnitzer Volleyballer den Heimspielauftakt sehr positiv gestalten. Gegen den SV Chemnitz-Harthau gab es nie Zweifel am Heimerfolg, die Gastgeber dominierten über weite Strecken das Geschehen und gewannen klar mit 3:0.   

VSV Oelsnitz - SV Chemnitz-Harthau 3:0 (25:20; 25:16; 25:20)

Die Gäste aus Chemnitz spielten noch in der letzten Saison beim Chemnitzer PSV in der Regionalliga. Insgesamt dreimal trafen die Sperken im letzten Jahr auf die Chemnitzer, dreimal gewannen sie  mit 3:0. In dieser Saison versuchten es die Chemnitzer unter neuem Namen aber mit der identischen, lediglich etwas geschrumpften Mannschaft. Doch auch diesmal war nix zu holen gegen die Oelsnitzer, souverän schickten sie die Gäste nach 70 Spielminuten nach Hause.

Die VSV-Team wurde etwas umgestellt, im Zuspiel begann Franz Damaschke, Sascha Singer und Matthias Hanitzsch im Außenangriff, Eric Schannwell auf Diagonal und Stephan Preußner als Libero. Im Mittelblock gab es keine Alternativen, hier standen nur Alexander Krug und Franz Masur zur Verfügung.

Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr, gute Aufschläge und hervorragende Blockarbeit sorgten für eine schnelle 11:3-Führung. Besonders gegen Alexander Krug war kein Durchkommen, die Chemnitzer wirkten sehr konsterniert und mussten von Trainer Steffen Ihlenfeldt in einer Auszeit wieder aufgebaut werden. Nun kamen sie tatsächlich besser ins Spiel, konnten ihre Angriffe verwandeln und die VSV-Annahme mit guten Aufschlägen unter Druck setzen. Punkt für Punkt schmolz der Vorsprung, beim 17:16 war er tatsächlich fast aufgebraucht. VSV-Trainerin Silke Böhme nahm nun ebenfalls eine Auszeit und weckte sie damit auf. Sie erhöhten den Druck im Aufschlag und zogen wieder auf 23:18 davon. Mit einer sehenswerten Angriffskombination wurde der zweite Satzball zum 25:20-Satzgewinn verwandelt.

Im zweiten Satz legten die Teppichstädter einen Fehlstart nach Maß aufs Parkett. Die Annahme war wohl noch in der Satzpause, beim 2:6 musste schon die erste Auszeit genommen werden um den Lauf der Gäste zu unterbrechen und die Hausherren wach zu rütteln. Dies gelang etwas, die Annahme stabilisierte sich und die Angriffe wurden nun erfolgreicher verwandelt. Chemnitz war nun jedoch auch im Spiel, sie verwandelten ihre Angriffe nun auch meist erfolgreich. Erst die guten Aufschläge von Franz Damaschke brachten die Chemnitzer Annahme ins Wanken, daraus resultierten immer wieder Blockpunkte und Ballgewinne in der Feldabwehr. Erst beim 13:10 wurde die Serie der Gastgeber gestoppt, diese waren aber zurück im Spiel und konzentrierten sich auf ihre Stärken im Aufschlag und Block. Die Gäste hatten an dieser Serie und dem Verlust der Führung zu kämpfen und fanden nicht mehr zurück in den Satz. Dieser ging ganz deutlich mit 25:16 an die Oelsnitzer.

Dieser Satzgewinn sollte eigentlich Selbstvertrauen geben, doch Satz drei begann erneut mit einem Fehlstart. Wieder musste Silke Böhme sehr früh eine Auszeit nehmen, beim 1:5 musste sie dem VSV-Sechser die Leviten lesen. Bis zum 14:10 hielten die Gäste ihre Führung, sie hatten die Aufstellung umgestellt und dies zeigte scheinbar Wirkung. Immer wieder bereitete die Annahme der VSV-Trainerin Sorgen, Zuspieler Franz Damaschke konnte nur selten das schnelle und variable Angriffsspiel aufziehen. Mit zunehmender Satzdauer gelang es jedoch immer besser die schwierigen Angriffe zu verwandeln. Besonders Sascha Singer und Eric Schannwell sammelten fleißig Punkte. Wieder gelang es den Rückstand in eine 23:18-Führung umzumünzen. Doch noch einmal wackelte die Annahme und die Gäste verkürzten auf 20:23. Ein krachender Angriff von Sascha Singer besiegelte jedoch schnell die aufkeimenden Hoffnungen der Chemnitzer. Die Sperken hatten Satzball und verwandelten diesen direkt mit einem Aufschlag zum 25:20.

Dieser Sieg gibt etwas Selbstvertrauen, dennoch wurden die gesteckten Ziele nicht komplett umgesetzt. Immer wieder gab es Schwächephasen, gegen einen konsequenteren Gegner wäre dies sicherlich nicht so deutlich ausgegangen. Hervorzuheben ist ganz klar die sehr gute Leistung von Franz Damaschke im Zuspiel, er konnte seine Angreifer immer wieder frei spielen. Schon am kommenden Samstag geht es erneut aufwärts auf Punktjagd, beim Ohrdrufer SV soll der erste Auswärtssieg eingefahren werden.

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Eric Schannwell, Stephan Preußner, Stefan Roßbach, Sascha Singer