Tabellenspitze mit Auswärtssieg behauptet

Tepichstädter, Teppichstädter, hey, hey, Tepichstädter, Teppichstädter, hey, hey. So hallte es am Samstag mehrfach durch die Markkleeberger Sporthalle. Was war passiert? Immer wieder versuchten einige Zuschauer mit unsportlichen "Teppichstädter"-Zwischenrufen während des Aufschlags die Oelsnitzer zu stören. Doch davon ließen sich die Sperken nicht beeinflussen, im Gegenteil, damit wurden sie nur noch mehr angestachelt. Und so gewann der VSV Oelsnitz das Spitzenspiel bei der TSG Markkleeberg mit 3:2 und entführte zwei Punkte. Eigentlich hatten die Sperken sogar gegen zwei TSG-Sechser gewonnen, denn die Hausherren waren mit einem 12-Mann-Kader angetreten. Und dieser wurde im Laufe des Spiels komplett genutzt. Die Sperken hatten deutlich weniger Wechselmöglichkeiten, agierten aber wieder einmal hervorragend als Team und ließen die Stärken der Gastgeber in Abwehr und Block weitestgehend nicht zur Geltung kommen. Mit einer kämpferischen Leistung rangen sie die Gastgeber nach fast zwei Stunden mit 3:2 nieder. Mit 9 Punkten bleiben die Sperken auf dem Platz an der Sonne in der Regionalliga.

TSG Markkleeberg - VSV Oelsnitz 2:3 (25:15; 14:25; 12:25; 25:21; 9:15)

Die Oelsnitzer reisten mit nur 10 Spielern nach Markkleeberg, besonders auf der wichtigen Position der Außenangreifer gab es keinerlei Wechselmöglichkeiten. Denn Stephan Preußner fehlte krankheitsbedingt, Stefan Roßbach war beruflich verhindert. Besser sah es diesmal auf der Mitte aus, hier stand in dieser Saison erstmals Thilo Schmalfuß zur Verfügung. Er stand in der Startformation und erzielte gleich den ersten Angriffspunkt. Doch die VSV-Männer kamen im ersten Satz nicht richtig in die Partie, trotz guter Annahme waren die Angriffe zu harmlos gegen die starke Abwehr der Markkleeberger. Immer wieder kamen die Bälle zurück, der VSV-Sechser agierte phasenweise unkonzentriert und lethargisch. So ging dieser Satz mit 25:15 deutlich in die Hose.

Im Oelsnitzer Lager erinnerte man sich nun an die letzte Saison, da gab es nach einem genauso missratenem ersten Satz noch einen 3:1-Erfolg. Es ging also mutig in den zweiten Satz und es wurde mehr Druck mit den Aufschlägen gemacht. Das zeigte Wirkung, denn die Annahme der Hausherren war alles andere als sattelfest. Die Mittelangriffe waren damit weitestgehend ausgeschalten, die hohen Außenangriffe konnten häufig geblockt werden. Punkt für Punkt spielten sich die Vogtländer in einen Rausch und bauten die Führung aus. Markkleeberg war völlig von der Rolle, zahlreiche Wechsel und zwei Auszeiten brachten sie auch nicht zurück ins Spiel. Mit 25:14 wurde der Satzausgeich hergestellt.

Im dritten Satz ging es munter weiter, schon beim 4:10 hatte der TSG-Coach beide Auszeiten verbraucht. Oelsnitz spielte weiterhin aggressiv im Aufschlag und gewitzt im Angriff. Es gelang nahezu alles, vor allem die langen Ballwechsel wurden alle gewonnen. Die Fehlerquote der Hausherren im Aufschlag und Angriff wurde immer höher, mit 25:12 deklassierte der VSV die Heimmannschaft.

Im vierten Satz wechselten die Markkleeberger noch einmal durch, die Fehlerquote im Aufschlag wurde nun reduziert und der Hauptangreifer Sebastian Eisemann war nun kaum in den Griff zu bekommen. Dies war in den beiden vorherigen Sätzen noch gut gelungen, nun hielt er sein Team mit starken Angriffen und Aufschlägen immer eine Nasenspitze in Führung. Die Teppichstädter kamen nur kurz auf Schlagdistanz heran, Die TSG gewinnt den Satz mit 25:21 und der Tiebreak muss entscheiden.

Dieser ist kurz erzählt. Gute Aufschläge von Tim Neuber und Jürgen Hanitzsch legen die Grundlage für eine schnelle 6:1-Führung, beim 8:3 werden die Seiten zum letzten Mal gewechselt. Mit großem Selbstvertrauen wird nun weiter stark angenommen und kompromisslos angegriffen. Nur kurz wackelt noch einmal die Annahme als Sebastian Eisemann seine harten Sprungaufschläge ins Oelsnitzer Feld trümmert. Es gelingt den Gastgebern auf 6:9 zu verkürzen. Dies bleibt jedoch das letzte vergebliche Aufbäumen, zu routiniert agieren die Oelsnitzer nun in der entscheidenden Phase. Der zweite Matchball wird mit einem tollen Angriff von Eric Schannwell verwandelt, die VSV-Männer bejubeln den verdienten zweiten Auswärtserfolg.

Nach dem misslungenen ersten Satz kämpften sich die Vogtländer in die Partie, Tim Neuber verteilte wieder hervorragend die Bälle und ließ den TSG-Block mehrfach alt aussehen. Eine Klasse Partie boten auch die beiden Mittelblocker Thilo Schmalfuß und Franz Masur. Vor allem Franz Masur belohnte sich an seinem 24. Geburtstag mit zahlreichen Blocks und Angriffen. Auf Außen waren die cleveren Angriffe von Jürgen Hanitzsch und Sascha Singer ein Sieggarant, vor allem schwierige Situationen wurden oft gut gelöst. In der kommenden Woche geht es gegen die L.E. Volleys aus Leipzig, hier wollen die Sperken gleich noch einmal nachlegen.    

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß, Sascha Singer