VSV Oelsnitz zuhause weiter ungeschlagen

Die Regionalliga-Männer des VSV Oelsnitz bleiben in dieser Saison zuhause weiter ungeschlagen, sie bezwangen am Samstag den Drittligaabsteiger VSV Jena mit 3:1. Nach einem tollem Start glaubten die Sperken wohl an einen ruhigen Abend, doch die Thüringer spielten dann doch noch mit. So entwickelte sich ein packendes Regionalliga-Match mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Mit nunmehr 15 Punkten behaupten sie den 2. Tabellenplatz hinter dem ungeschlagenen VC Dresden II.

VSV Oelsnitz – VSV Jena 3:1 (25:20; 16:25; 25:23; 25:22)

Die Sperken gingen mit einem 11-köpfigen Kader in die Partie und hatten damit zahlreiche Wechselmöglichkeiten. Dies sollte sich im Verlauf des Spiels als besonders wertvoll erweisen. Mit konzentrierten Aufschlägen und guter Blockarbeit gingen die Hausherren in den ersten Satz, dies zeigte sofort Wirkung und nötigte dem Gästetrainer Frank Eberhardt bereits beim 1:5 die erste Auszeit ab. Doch die Oelsnitzer ließen sich davon nicht aus dem Spielrhythmus bringen, konzentriert wurde der Vorsprung zum 25:20-Satzgerwinn in trockene Tücher gebracht.

Zu Beginn des zweiten Satzes zeigte sich ein umgekehrtes Bild. Die Gäste waren hellwach und legten nun selbst einen Blitzstart aufs Parkett. Auch die Auszeit von VSV-Trainerin Silke Böhme zeigte zunächst keine Wirkung. Die Gäste agierten nun clever und selbstbewusst, erst beim 10:14 konnte die Heimmannschaft durch gute Aufschläge von Jürgen Hanitzsch zum 14:14 ausgleichen. Doch dies war nur ein kurzes Strohfeuer, denn die Oelsnitzer Annahme brach nun ein und die Gastgeber waren völlig von der Rolle. So ging der Satz mit 25:16 deutlich verloren.

Zum Glück fingen sich die Teppichstädter schnell wieder, so entwickelte sich im dritten Satz ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Bis zum 9:9 wechselten permanent die Führungen, dann endlich gelang es den Vogtländern eine Schippe draufzulegen und durch platzierte Aufschläge und gute Blockarbeit eine 17:11-Führung zu erspielen. Zwei Auszeiten rüttelten die Thüringer nun scheinbar wach, denn plötzlich bäumte sich der Jenaer-Sechser noch einmal auf. Die Sperken hatten wohl nicht mehr mit großartiger Gegenwehr gerechnet und leisteten sich einige unnötige Fehler in Annahme und Spielaufbau. Auf einmal wurde es noch einmal spannend, die Gäste kamen sogar noch einmal auf 22:22 heran. Mit einem energischen Endspurt gelang jedoch der so wichtige 25:23-Satzgewinn.

Im vierten Satz zeigten sich die Gäste nicht geschockt von der vergebenen Chance, sie gaben vielmehr sofort richtig Gas und nutzten den Sand im Getriebe des Oelsnitzer Angriffs. Sie punkteten unter den ungläubigen Blicken der Zuschauer aus allen Lagen und nutzten das Tief der Sperken zur 15:8-Führung. Bei den Hausherren brachte die Einwechslung von Franz Damaschke und Thilo Schmalfuß frischen Wind in Spiel, plötzlich war der Kampfgeist der Sperken erwacht und der Vorsprung der  Thüringer schmolz wie Schnee in der Frühlingssonne. Als nach etlichen Ballwechseln sogar die 16:15-Führung der Oelsnitzer auf der Anzeigetafel erschien, waren die Vogtländer komplett zurück in der Partie und der Wille einen 3-Punkte-Heimsieg einzufahren war nun deutlich zu spüren. Auch durch zwei Auszeiten ließen sich die Oelsnizter nicht mehr von der Siegerstraße abbringen, sie verwandelten den zweiten Matchball zum hochverdienten 3:1-Heimsieg.

An diesem Tag sollte sich die Leistungsdichte im Team des VSV wieder einmal als Matchwinner erweisen. Die Einwechslungen zeigten das starke Niveau des gesamten Kaders und waren der Garant für den fünften Sieg in Folge. In der kommenden Woche geht es nun zum SV Reudnitz.

VSV Oelsnitz spielte mit:Franz Damaschke, Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Andre Möckel, Stephan Preußner, Stefan Roßbach, Tim Neuber, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß,Sascha Singer