Siegesserie des VSV Oelsnitz beim SV Reudnitz gerissen

Es gibt Tage, an denen läuft in den eigenen Reihen nicht viel und zusätzlich wächst der Gegner über sich hinaus und eine Siegesserie von fünf Siegen in Folge reißt. Einen solchen Tag erlebten die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer an diesem Samstag beim SV Reudnitz. Die Gastgeber spielten extrem routiniert und leisteten sich kaum Fehler. Beim VSV hingegen fehlte die Durchschlagskraft im Angriff und der Druck im Aufschlag. Damit ging die Partie mit 0:3 verloren. Trotz der Niederlage bleiben die Sperken auf dem zweiten Tabellenplatz, der Rückstand auf den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer VC Dresden II beträgt nun allerdings 5 Punkte.   

SV Reudnitz - VSV Oelsnitz 3:0 (25:15; 26:24; 25:21)

Mit nur neun Spielern waren die Sperken zum SV Reudnitz gereist, die Wechseloptionen waren damit nahezu völlig begrenzt. Dennoch sollte gegen den Tabellensechsten durchaus etwas zu holen sein, bislang hatten die Leipziger noch kein Heimspiel gewonnen. Mit vollem Kader hatten sich die Messestädter diesmal einiges vorgenommen, wie erwartet waren sie während des gesamten Spiels extrem gefährlich und unberechenbar. Sie begannen mit guten Aufschlägen und extrem starker Blockarbeit. Damit hatten die Oelsnitzer große Probleme, sie fanden einfach nicht ins eigene Spiel. Die Annahme war zu wackelig und die daraus resultierenden Angriffe einfach zu drucklos. Die Reudnitzer hingegen punkteten gleich zu Beginn vor allem über die Außenpositionen mit hoher Effektivität. Dagegen fand der Oelsnitzer Block kein Mittel, beim 7:12 musste die erste Auszeit her. Doch die Sperken brachten weiter keinen Fuß aufs Parkett. Im Angriff war kaum ein Durchkommen, immer größer wurde der Rückstand und letztendlich ging der Satz klar mit 15:25 verloren.

Der zweite Satz ließ sich dann besser an, variable Aufschläge und einige Fehler der Reudnitzer brachten eine schnelle 4:0-Führung für die Gäste. Es lief nun etwas besser, die Annahme war besser und im Angriff konnte nun auch effektiver gepunktet werden. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, beide Kontrahenten punkteten nun sehr sicher aus der eigenen Annahme, die Gastgeber waren vor allem über die beiden Mittelangreifer sehr stark und nahezu fehlerlos. Dennoch blieben die Vogtländer ständig knapp in Führung und es roch alles nach dem Satzausgleich. Doch zu früh gefreut, denn die routinierten Hausherren ziehen im Satzfinale noch einmal die Zügel an und erhöhen den Druck im Aufschlag. Daraus resultierten Annahmefehler und harmlose Angriffe die im Reudnitzer Block oder der Abwehr ihr Ende fanden. Es wurde also noch einmal spannend und beim 24:23 hatten die Messestädter Satzball. Diesen konnten die Teppichstädter noch abwehren,  der zweite Versuch beim 25:24 landet nach einem schwachen Angriff im Reudnitzer Block und die Ausgleichshoffnungen zerschlagen sich auf dem Hallenboden.

Auch im dritten Satz erwischten die Sperken den besseren Start und erspielten sich eine leichte Führung. Diese brachte eine gewisse Sicherheit, die alten Hasen des SV Reudnitz damit aus der Ruhe zu bringen gelang jedoch nicht. Sie blieben im Angriff weiter unglaublich stark und im Block oder der Abwehr kaum abwehrbar. Hinzu kam das hervorragende Stellungsspiel, immer wieder hatten sie noch irgendein Körperteil am Ball und brachten die VSV-Angriffe zurück. Dies zeigte deutliche Wirkung in den Köpfen der Teppichstädter, sie agierten zu zaghaft, ja fast schon eingeschüchtert. Ein zwischenzeitlicher Rückstand wurde zwar ausgeglichen und in eine erneute 20:17-Führung umgewandelt, doch auch in diesem Satz sollte dies nicht zum Satzgewinn reichen. Wieder brach im Satzfinale die Annahme weg oder die Angriffe fanden nicht ihr Ziel. Beim 24:21 versenkten die Hausherren den Matchball - wie sollte es anders sein - einen Mittelangriff im VSV-Feld.

Die schwächste Saisonleistung des VSV, die fehlenden Wechselalternativen und ein SV Reudnitz in bestechender Form sorgen für die verdiente zweite Saisonniederlage. Am kommenden Samstag geht es zum VC Altenburg.              

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Stephan Preußner, Tim Neuber, Eric Schannwell, Sascha Singer