VSV Oelsnitz gewinnt beim SV Chemnitz-Harthau

Die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer haben am Samstag bei ihrem Lieblingsgegner SV Chemnitz-Harthau gepunktet. In den bisherigen vier Aufeinandertreffen hatten die Oelsnitzer jeweils 3:0 gewonnen, doch diesmal gaben die Sperken den ersten Satz ab. Nach diesem unnötigen Satzverlust besannen sie sich auf ihre Stärken und drehten das Spiel zum verdienten 3:1-Auswärtssieg. Mit nunmehr 25 Punkten festigen die VSV-Männer den zweiten Tabellenplatz.

SV Chemnitz Harthau - VSV Oelsnitz 1:3 (25:16; 20:25; 14:25; 13:25)

Aufgrund der bisherigen Spielhistorie gingen die Oelsnitzer als klarer Favorit in die Partie. Rein körperlich war der VSV-Startsechser mit Franz Damschke, Thilo Schmalfuß, Franz Masur, Jürgen Hanitzsch, Sascha Singer, Eric Schannwell und Libero Stephan Preußner viel versprechend auf dem Feld angetreten. Doch es kam wie es kommen musste, gedanklich waren die Gäste weit vom Spielgeschehen entfernt. Die Konzentration war höchstens bei 60 Prozent, daraus resultierten zahlreiche Fehler in der Annahme und kaum Ballgewinne in der Feldabwehr. Die Gastgeber schlugen mit viel Risiko auf und wurden mit direkten Punkten belohnt. Der VSV fand einfach nicht ins Spiel, auch zwei Auszeiten beim 9:12 und 12:17 konnten den Lauf der Chemnitzer nicht stoppen. Mit einem klaren 25:16 holten sie sich den ersten Satzgewinn überhaupt gegen die Oelsnitzer.

Beim VSV kamen nun Tim Neuber und Matthias Hanitzsch für Franz Damaschke und Sascha Singer in die Partie. Zu Beginn des zweiten Satzes holperte die Annahme noch etwas, dann stabilisierte sie sich aber deutlich und das Angriffsspiel konnte nun sehr variabel gestaltet werden. Zudem wurde jetzt druckvoller aufgeschlagen und damit das im ersten Satz starke Chemnitzer Spiel über die Mitte weitestgehend ausgeschaltet. Die VSV-Männer gewannen zunehmend die Überhand und auf Chemnitzer Seite wich das im ersten Satz gewonnene Selbstvertrauen. Der Chemnitzer Trainer musste fast tatenlos zusehen wie seinen Mannen die Felle davonschwammen. Er hatte kaum Wechselmöglichkeiten und auch die beiden Auszeiten waren schnell verbraucht. Der VSV sicherte sich nun endlich in gewohnt kämpferischer und konzentrierter Manier den zweiten Satz mit 25:20.

Die Vogtländer begannen den dritten Satz druckvoll und fokussiert. Hier sollten drei Punkte mitgenommen werden und dementsprechend wurde nun auch endlich gespielt. Weiterhin druckvolle Aufschläge und ein immer besser werdender Block raubten den Hausherren den letzten Nerv. Zudem wurden in der Abwehr immer wieder Bälle vom Boden gekratzt und mit cleveren Angriffen in Punkte verwandelt. Fast schon ratlos wirkten die Chemnitzer gegen die nun dominierenden Sperken. Mit 25:14 ging der Satz klar ins Vogtland.

Die Messen waren jetzt im Prinzip gelesen, denn beim Gastgeber kamen nun die Erinnerungen an die bisherigen Niederlagen hoch. Der VSV spielte wie aus einem Guss, über alle Positionen wurde erfolgreich gepunktet. Mit zahlreichen sehenswerten Angriffskombinationen wurde dem 40-köpfigen Publikum auch noch etwas fürs Auge geboten, mit der Niederlage ihrer Mannschaft hatten es sich längst abgefunden. Die zaghaften Aufbäum-Versuche der Gastgeber wurden immer wieder schnell im Keim erstickt, es gab kaum ein Durchkommen für die SV-Angreifer. Der Satz ging erneut deutlich mit 25:13 an die Teppichstädter.

Nach dem verschenkten ersten Satz fanden die VSV-Männer zu gewohnter Stärke und holten sich verdient die drei Punkte in Chemnitz. Dieser Sieg war wichtig, denn Verfolger VC Altenburg siegte ebenfalls. Ein großer Dank geht an die mitgereisten Fans um Trommler Michael Schnurre, das Auswärtsspiel hatte so einen Hauch Heimspielatmosphäre. Am kommenden Samstag ist die TSG Markkleeberg zu Gast in Oelsnitz, Anpfiff ist wie immer um 19.00 Uhr.   

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Stephan Preußner, Tim Neuber, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß, Sascha Singer