Schlusslicht liefert drei Punkte in Oelsnitz ab

Am Samstag empfingen die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer das Liga-Schlusslicht Ohrdrufer SV. Die Thüringer konnten in dieser Saison bislang nur zwei Saisonsiege einfahren, das Hinspiel ging bereits mit 3:0 an die Sperken. Und auch im Rückspiel wurden die Hausherren ihrer Favoritenrolle gerecht. In einer insgesamt relativ schwachen Partie setzten sie sich vor rund 180 Zuschauern erneut mit 3:0 durch. Nach diesem elften Saisonsieg bleiben sie mit nunmehr 34 Punkten auf Rang zwei der Tabelle.

VSV Oelsnitz - Ohrdrufer SV 3:0 (25:22; 25:22; 25:18)

Noch in der Vorwoche gingen die Oelsnitzer mit einem Minikader von acht Spielern in die Partie gegen die L.E. Volleys II. An diesem Wochenende fehlte erneut Libero Stephan Preußner, für ihn übernahm diesmal Andre Möckel die Rolle des Annahme- und Abwehrchefs. Insgesamt standen 12 Spieler zur Verfügung, sie alle sollten während der Partie ihre Einsatzzeit bekommen und zum Heimsieg beitragen.

Die Partie begann mit einem klassischen Fehlstart der Sperken. Unstimmigkeiten in der Annahme und dem Angriff machten es den Gästen leicht sich auf 8:2 abzusetzen. Im VSV-Kader schien ein wenig die Konzentration und Entschlossenheit zu fehlen, der Tabellenletzte hingegen spielte mutig auf. Doch damit war schnell Schluss, denn der VSV besann sich der festgelegten Marschroute und schlug in der Folge aggressiver auf. Die Gäste hatten nun große Mühe im Angriffsaufbau, viele der Angriffe landeten im Aus oder dem Oelsnitzer Block. Der Rückstand schmolz rasend, die Gäste waren völlig aus dem Tritt und lagen plötzlich mit 11:19 im Rückstand. Die Gastgeber wechselten munter durch, dies brachte zunächst einige Abstimmungsschwierigkeiten mit sich. Der Vorsprung schmolz, doch den 25:22-Satzgewinn gaben die Teppichstädter nicht mehr her.

Doch auch im zweiten Satz kam keine Sicherheit ins Oelsnitzer Spiel, zahlreiche Fehler im Angriff und die gute Abwehrarbeit der Gäste machten es den Hausherren schwer Punkte zu erzielen. Insgesamt profitierten die Ohrdrufer jedoch vor allem von den schwachen Momenten der Vogtländer, sie selbst waren in den meisten Aktionen kaum richtig gefährlich. Dies zeigte sich als die Sperken nach einem Doppelwechsel den Druck im Aufschlag erhöhten, die Fehlerquote reduzierten und der 11:15-Rückstand kontinuierlich schmolz. Vor allem mit schnellen Mittelangriffen wurden die Schwachstellen im Block der Gäste konsequent ausgenutzt. Thilo Schmalfuß und Franz Masur profitierten hier von den gewitzten und technisch starken Zuspielen von Tim Neuber. Beim 18:18 war der Ausgleich erzielt, wieder ließen sich die Hausherren den erneuten 25:22-Satzsieg nicht mehr nehmen.

Im dritten Satz sollte nun endgültig der Sack zugemacht werden. Nach einigen Ballwechseln nahm der Satzverlauf auch die gewünschte Richtung. Vor allem der Oelsnitzer Block war nun bärenstark, die Gäste konnten kaum aus der eigenen Annahme punkten. Sie wechselten im Rahmen der wenigen Möglichkeiten munter durch, doch davon ließen sich die Sperken nicht aus der Bahn werfen. Es wurde weiter druckvoll aufgeschlagen und die Annahme der Thüringer wackelte immer wieder. Bei den Gästen war die Luft raus und sie ergaben sich ihrem Schicksal und dem deutlichen 18:25-Satzverlust.

Diese Partie war geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten, letztendlich gingen die Sperken das höhere Risiko im Aufschlag und waren insgesamt die technisch bessere Mannschaft. So ging dieser Pflichtsieg nach 73 Spielminuten auch völlig in Ordnung. In zwei Wochen reisen die Oelsnitzer zum VSV Jena.

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, André Möckel, Tim Neuber, Stefan Roßbach, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß, Sascha Singer