VSV Oelsnitz nimmt aus Jena nur einen Punkt mit

Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison beim VSV Jena stand für die Oelsnitzer Regionalligavolleyballer unter keinem guten Stern. Es fehlten die Außenangreifer Jürgen Hanitzsch, Stefan Roßbach und André Möckel, zudem meldete sich kurzfristig Hauptangreifer Eric Schannwell krank. Damit standen kaum Wechseloptionen zur Verfügung, dies sollte sich im Spielverlauf deutlich bemerkbar machen. Jena trat mit zwölf Spielern an, dies war letztendlich auch der Sieggarant. Denn die schwächelnden Akteure wurden erfolgreich ausgetauscht. Nach 111 Spielminuten konnten die Sperken nach einer schwachen Leistung und einer 2:3-Niederlage zumindest einen Punkt mitnehmen. Sie bleiben mit vier Punkten Vorsprung auf den VC Altenburg Tabellenzweiter.

VSV Jena - VSV Oelsnitz 3:2 (25:21; 23:25; 25:23; 21:25; 15:11)

Vor einer mageren Kulisse von ca. 40 Zuschauern erwischten die Oelsnitzer den besseren Start. Viele Fehler der Hausherren führten zur 11:7-Führung der Gäste. Doch dann häuften sich bei den Vogtländern die Fehler, insbesondere die Außenangreifer Sascha Singer und Matthias Hanitzsch konnten ihre Angriffe nicht verwandeln. Hinzu kamen zahlreiche Aufschlagfehler und im Handumdrehen machten die Jenaer den ersten Satz mit 25:21 zu.

Die Gastgeber nahmen den Schwung mit in den zweiten Satz, etliche Annahmefehler der Sperken erleichterten es sich auf 11:7 abzusetzen. Nach einer Auszeit fanden die Oelsnitzer nun endlich ihren Rhythmus, die Annahme war deutlich stabiler und vor allem die Mittelangreifer Thilo Schmalfuß und Franz Masur konnten sehr viele schöne Punkte erzielen. Platzierte Aufschläge und gute Blockarbeit taten ihr übriges und mit einem knappen 25:23 wurde der Satzausgleich erzielt.

Im dritten Satz blieb es weiterhin absolut spannend, das schwache Niveau war allerdings geprägt von zahlreichen Fehlern beider Mannschaften. Beim VSV Oelsnitz waren weiterhin die Außenangriffe über weite Strecken zu harmlos, doch leider waren hier keine Wechsel möglich. Deshalb wurden weiterhin die meisten Punkte über Mittelangriffe oder auch gelegentlich einen erfolgreichen Block erzielt. Die Gastgeber hatten mittlerweile den Diagonalangreifer gewechselt, dies sollte sich als Glücksgriff erweisen. Er nutzte seine Körpergröße aus und griff sehr unkonventionell an. Dagegen fand der Oelsnitzer Block und die Abwehr kaum ein Mittel. Dennoch standen die Sperken kurz vorm Satzgewinn, doch beim 23:22 klemmte plötzlich der Angriff und die Gastgeber zogen auf 25:23 vorbei.

Das Spiel blieb auch im vierten Satz sehr zerfahren, immer wieder gab es auf beiden Seiten Schwächen in der Annahme. Beim 12:12 kam Franz Damaschke ins Spiel, mit zwei starken Aufschlägen setzte er ein Ausrufezeichen und leitete den Satzgewinn seiner Mannschaft ein. Der Block kam jetzt häufiger zu Punkterfolgen und die Mittelangriffe waren für den VSV Jena nach wie vor nicht in den Griff zu bekommen. Mit 25:21 war erneut der Satzausgleich hergestellt und der fünfte Satz musste entscheiden.

Im Tiebreak gingen die Hausherren aufs Ganze, risikoreiche Aufschläge wurden durch einige direkte Punkte belohnt. Die Vogtländer kamen dadurch einfach nicht in den Rhythmus. Die Jenaer hatten nun sehr viel Selbstvertrauen, mit sehr vielen cleveren Angriffen ließen sie den Oelsnitzer Block mehrfach alt aussehen. Beim 5:8 wurden die Seiten zum letzten Mal gewechselt, doch auch mit der neuen Seite kam beim VSV Oelsnitz kein neuer Schwung ins Spiel. Die eigenen Aufschläge waren zu harmlos um es noch einmal spannend zu machen, unbeirrt holten sich die Gastgeber den Satz und die zwei Punkte aufs Konto.

Die Oelsnitzer fanden an diesem Tag einfach nicht richtig ins Spiel. Immer wieder gingen Annahmen daneben oder die Angriffe waren einfach zu schlecht. Es kam einfach keine Sicherheit in die Aktionen, dies machte sich auch in einer schwachen Feldverteidigung bemerkbar. Die jeweiligen individuellen Schwächen konnten nicht durch Auswechslungen kompensiert werden, letztendlich muss man mit diesem einen Punkt zufrieden sein. In vierzehn Tagen empfangen die Oelsnitzer im vorletzten Heimspiel der Saison den SV Reudnitz.     

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Stephan Preußner, Thilo Schmalfuß, Sascha Singer