VSV Oelsnitz macht Vizemeistertitel perfekt

Im vorletzten Heimspiel der Saison gelang es den Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballern sich beim SV Reudnitz für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Vor einer tollen Kulisse von 250 Zuschauern hatten die Sperken stets die Kontrolle über die Partie, nach nur 64 Minuten stand der klare 3:0-Sieg fest. Da der Verfolger VC Altenburg in Markkleeberg unterlag, sind die VSV-Männer zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen.

VSV Oelsnitz - SV Reudnitz 3:0 (25:18; 25:22; 25:21)

Beide Mannschaften gingen nicht in voller Besetzung in diese Partie, beim VSV Oelsnitz standen sogar nur acht Akteure zur Verfügung. Das Wechselkontingent betrug damit gerade einmal einen Spieler. Bei den Gästen sah es nicht viel anders aus. Sie waren zwar zu neunt angereist, doch nach wenigen Ballwechseln musste ein Angreifer verletzt ausgewechselt werden. Trotz dieser personellen Engpässe boten die Mannschaften eine attraktive Regionalligapartie.

Zum Spielbeginn setzte Alexander Krug sofort ein Ausrufezeichen. Mit zwei starken Blocks gab der VSV-Kapitän gleich zu Beginn die Richtung vor. Er bot in der gesamten Partie eine bärenstarke Leistung im Block und auch seine Aufschläge brachten die Gäste immer wieder in Bedrängnis. Der tolle Start wurde komplettiert von zwei Aufschlagassen des VSV-Zuspielers Tim Neuber. Die Gäste sahen sich daher schon beim 0:4 gezwungen die erste Auszeit zu nehmen, die Hausherren ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Aus einer sehr stabilen Annahme heraus wurden die eigenen Angriffe sicher verwandelt, hinzu kamen immer wieder Ballgewinne in der Feldabwehr. Den Gästen gelang es kaum einen eigenen Angriff zu verwandeln oder die Oelsnitzer Angriffe abzuwehren. So ging der erste Satz mit 25:18 deutlich an den VSV.

Im zweiten Satz stellten die Gäste etwas um, der Hauptangreifer Thomas Kastell wechselte auf die Diagonalposition und sorgte damit im Verlauf des Satzes für mehr Angriffsdruck der Leipziger. Doch zunächst behielten die Vogtländer weiter die Überhand. Die Annahme blieb stabil, die daraus resultierenden Angriffe wurden vor allem durch den effektivsten Oelsnitzer Angreifer Eric Schannwell sicher verwandelt. Bei der 16:10-Führung sah alles nach einem erneut deutlichen Satzgewinn aus. Doch plötzlich stockte der Angriff, die Annahmen waren kurzzeitig etwas ungenau und die Angriffe blieben im Reudnitzer Block hängen. Eine Auszeit beim 16:14 beruhigte die Gemüter und schon kurz darauf fanden die Sperken ins alte Fahrwasser zurück. Zwei kleinere Punkteserien ließen die Führung wieder auf 23:18 anwachsen, diese ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen und machten mit 25:22 den Sack zu.

Im dritten Spielabschnitt waren die Gäste nun endgültig im Spiel, sie standen jetzt sehr gut im Block und auch deren Feldabwehr war immer wieder erfolgreich. Einzig im Angriff mussten sich die Gäste zu sehr auf ihren Hauptangreifer Kastell verlassen, denn die anderen Angreifer blieben häufig glücklos. Dies machte das Spiel der Gäste durchschaubar und gut zu verteidigen. Lediglich Kastell war mit seiner enormen Abschlaghöhe selten zu verteidigen. Doch ein Mann allein gewinnt keine Partie, die Ausgeglichenheit des Oelsnitzer Kaders wurde letztendlich auch in diesem Satz zum Sieggarant. Aufgrund leichter Unkonzentriertheit lagen die Oelsnitzer zwar kurzzeitig mit 10:13 zurück, die Besinnung auf die vorgegebene Aufschlagtaktik sollte indes schnell wieder zum Ausgleich und einer 15:13-Führung reichen. Zurück in der Erfolgsspur ließen sich die Sperken auch diesen Satz nicht mehr nehmen, mit 25:21 wurde der Satz und das Spiel gewonnen.

Die Saison geht nun langsam zu Ende, die beiden noch anstehenden Spiele können die VSV-Männer ganz entspannt angehen. Natürlich wollen sie diese beiden Spiele noch gewinnen, insbesondere das letzte Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Tabellendritten VC Altenburg soll noch einmal ein Volleyball-Genuss für das Oelsnitzer Publikum werden. Der VSV lädt schon heute alle Fans zum gemeinsamen Saisonabschluss nach dem Spiel ein.      

VSV Oelsnitz spielte mit: Matthias und Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Eric Schannwell, Sascha Singer