VSV Oelsnitz setzt Siegesserie fort

Am Samstag setzten die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer ihre Siegesserie fort und gewannen nach einer hart umkämpften Partie beim Vorjahresmeister VC Dresden II mit 3:2. In diesem Spiel zeigte der VSV zwei Gesichter, einem jeweils sehr guten Satz folgte einer zum Vergessen. Mit großem Willen wurde letztendlich der Tiebreak gewonnen und damit zwei wichtige Punkte eingefahren. Denn durch die zeitgleichen Niederlagen der beiden Spitzenteams Markkleeberg und Jena wurde es an der Tabellenspitze so richtig eng. Der VSV schiebt sich an Markkleeberg vorbei auf Platz 2 und verkürzt den Rückstand auf Tabellenführer Jena auf einen Punkt.

VC Dresden II - VSV Oelsnitz 2:3 (23:25; 25:21; 14:25; 25:18; 9:15)

Der in der vergangenen Saison noch ungeschlagene VC Dresden II startete mit einem stark verjüngten Kader in die Saison. Bislang gelang den Elbestädtern lediglich ein Sieg gegen Aufsteiger SV Bad Düben. Gegen den VSV Oelsnitz gingen die VC-Jungs engagiert und unbekümmert in die Partie. Sie waren vor allem in der Abwehrarbeit extrem präsent und an nahezu jedem Angriff der Teppichstädter dran. Die so erspielten Punktchancen nutzten sie immer wieder zu kleinen Breaks. Doch die Oelsnitzer bleiben zunächst leicht in Führung, denn die Gastgeber leisten sich vor allem im Aufschlag zahlreiche Fehler. In der Mitte des Satzes reduzieren diese jedoch die Fehlerquote und gehen mit 22:20 in Führung. Nach einer Auszeit und taktischen Vorgaben erhöhen die Sperken durch Eric Schannwell den Druck im Aufschlag, gleichen aus und nutzen beim 24:23 den ersten Satzball zum 25:23-Satzgewinn.

Die Hausherren wirken geschockt, denn für sie gibt es im zweiten Satz zunächst kein Durchkommen. Der Oelsnitzer Block ist überragend und sorgt für eine 8:3-Führung. Doch diese deutliche Führung schmilzt plötzlich wie Schnee in der Frühlingssonne. Die Dresdner haben jetzt nichts mehr zu verlieren, sie gehen im Aufschlag volles Risiko und werden dafür belohnt. Die Oelsnitzer Annahme wackelt und auch im Angriff bleiben die Erfolge aus. Erst beim 8:11 stoppt die erste Punkteserie der Elbestädter. Doch sie haben jetzt Lunte gerochen und Selbstvertrauen getankt. Angeführt von Routinier Grudsinski nutzen sie nahezu jede Möglichkeit zum Punktgewinn, der VSV hingegen findet einfach keinen Spielrhythmus. Mit 25:21 gleichen die Landeshauptstädter zum 1:1 aus.

In dieser Partie zeigen beide Kontrahenten zwei Gesichter, denn plötzlich sind die Sperken wieder das dominierende Team. Druckvoll im Aufschlag, sicher in der Annahme und clever im Angriff lassen sie den Gastgebern im dritten Satz keine Chance. Jegliche Hoffnungen auf eine Spielwende machen sie mit einem deutlichen 25:14-Satzsieg zunichte.

Was in der folgenden Satzpause und dem Seitenwechsel passierte, wird wohl immer ein Geheimnis der Vogtländer bleiben. Im vierten Satz stehen sie zu Beginn völlig neben sich, der geschlossene Aussetzer kann auch durch zwei Auszeiten von Trainerin Silke Böhme nicht gestoppt werden. Egal ob Annahme, Zuspiel oder Angriff, in keinem Element kann der VSV zunächst einen Erfolg verbuchen. Erst beim 2:12 gelingt endlich ein erfolgreicher Angriff. Die kollektive Schockstarre der Sperken schwindet nur langsam, die Annahme stabilisiert sich und es werden wieder Punkte im Angriff und Block erzielt. Der Kampfgeist der Oelsnitzer ist wieder erwacht, doch die Elbestädter lassen sich diese Führung natürlich nicht mehr nehmen. Mit 25:18 gleichen sie zum 2:2 aus.

Im sechsten Spiel der Saison müssen die Oelsnitzer damit bereits zum zweiten Mal in den Tiebreak. Sie besinnen sich endlich ihrer Stärken und kommen durch druckvolle Aufschläge und großen Kampfgeist zu einem tollen Start in den fünften Satz. Die bislang sehr hohe Eigenfehlerquote ist deutlich reduziert und beim 8:5 werden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Die Gastgeber zeigen nun Nerven und lassen die Sperken uneinholbar auf 15:9 davonziehen.

Die Leistung der Oelsnitzer an diesem Tag war sicherlich eine der schwächsten in dieser Saison. Gegen einen phasenweise sehr druckvoll und mutig agierenden Gastgeber hätte dieses Spiel auch mit einer Niederlage enden können. Am Ende sollte die größere Erfahrung der Oelsnitzer jedoch den Ausschlag in dieser kuriosen Partie geben. Am kommenden Samstag kommt es zum Kampf um Platz zwei der Tabelle. Die nun auf Rang drei abgerutschte TSG Markkleeberg gibt in der Sporthalle Oelsnitz ihre Visitenkarte ab und möchte dafür sicherlich gern drei Punkte mitnehmen. Anpfiff ist wie immer um 19.00 Uhr.    

VSV Oelsnitz spielte mit: Sascha Claus, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Felix Martin, Franz Masur, Tim Neuber, Stephan Preußner, Eric Schannwell, Stephen Sehr, Sascha Singer, Thilo Schmalfuß