Mit Licht und Schatten auf den Platz an der Sonne

Die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer setzten am Samstag ihre Siegesserie fort und gewannen gegen Verfolger TSG Markkleeberg mit 3:2. Wie schon in der Vorwoche ließen die Sperken über die gesamte Spieldauer Konstanz vermissen, deshalb mussten sie erneut in den Tiebreak gehen. Mit dem Sieg nach fünf Sätzen wandern zumindest zwei Punkte auf das Haben-Konto der Teppichstädter. Durch die gleichzeitige 2:3-Niederlage des Tabellenführers Jena, haben beide Teams nun 15 Punkte. Durch das bessere Satzverhältnis klettern die Oelsnitzer an die Tabellenspitze. 

VSV Oelsnitz - TSG Markkleeberg 3:2 (25:23; 20:25; 25:20; 20:25; 15:10)

Das Spitzenspiel des 7. Spieltages hielt zunächst nicht was es versprach. Die Markkleeberger agierten im ersten Satz zu Beginn mit einer enorm hohen Fehlerquote im Aufschlag, davon profitierten die Hausherren und gingen mit vier Punkten in Führung. Langsam stabilisierten die Gäste ihren Aufschlag und auch die Annahme stand besser. Gegen Mitte des Satzes entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und es gab spannende Ballwechsel. Die Gäste konnten den Rückstand kontinuierlich verkürzen, mit etwas Glück gewannen die Sperken dennoch den ersten Durchgang mit 25:23.

Die Rand-Leipziger hatten nun jedoch Fahrt aufgenommen, mit druckvollen Aufschlägen und einem starken Block zogen sie im zweiten Satz schnell auf 5:0 davon. Die Oelsnitzer Annahme wackelte und im Angriff konnte selten gepunktet werden. Hauptangreifer Eric Schannwell agierte an diesem Tag glücklos, für ihn kam Martin Mocker in die Partie. Nach kurzer Anlaufzeit lief er zu Höchstform auf, mit starken Angriffen steuerte er zahlreiche Punkte zur beginnenden Aufholjagd bei. Beim 15:16 war der Ausgleich nahe, doch die Neuseenstädter erhöhten noch einmal den Aufschlagdruck und zogen wieder auf 19:15 davon. Sie ließen sich diesen Satz mit einem 25:20 nicht mehr nehmen.

Im folgenden Satz ergab sich ein nahezu identischer Verlauf, allerdings hatten diesmal die Gastgeber den besseren Start und ständig eine Führung inne. Die Annahme stand relativ sicher und im Angriff wurde erfolgreich gepunktet. Gute Aufschläge zwangen die Gäste immer wieder zu Angriffen über die Außenpositionen, diese konnten im Block und der Abwehr entschärft werden. Beide Teams schenkten sich nichts, packende Ballwechsel belohnten die rund 270 Zuschauer für ihren Besuch. Diesmal hatten die Vogtländer im Satzfinale die besseren Karten, mit 25:20 banden sie den Sack zu.

Nach dem Seitenwechsel wurde schnell klar, die Gäste geben sich nicht auf. Sie waren nun vor allem im Angriff kaum unter Kontrolle zu bringen, die beiden Außenangreifer Stampehl und Opitz agierten sehr clever und erfolgreich für ihr Team. Zudem wurde Hauptangreifer und Kapitän Eisemann immer besser. Die Gastgeber fanden gegen diese Angriffe kaum eine Abwehrmöglichkeit, sie liefen fortan stets einem kleinen Rückstand hinterher. In dieser Phase fehlte es einfach an Konzentration und an Biss um einen solchen Rückstand aufzuholen. Erneut gewinnen die Gäste den Satz mit 25:20 und retten sich damit in den Tiebreak.

In diesem erwischen sie auch den deutlich besseren Start, eine schnelle 3:0-Führung lässt für die Hausherren nichts Gutes erahnen. Doch dann gelingt Franz Masur die Initialzündung für die Wende und den Endspurt. Zunächst blockt er Hauptangreifer Eisemann krachend ab, dann versenkt er zwei Angriffsbälle gnadenlos im Markkleeberger Feld. Der Kampfgeist der Sperken ist erwacht, um jeden Ball wird hart gekämpft, der Ausgleich und kurz darauf eine 8:6-Führung erzielt. Bei den Gästen schwinden nun langsam die Kräfte, die bis dahin so clever agierenden TSG-Angreifer versuchen es nun mit der Brechstange. Diese Bälle landen jedoch im Netz, dem Aus oder dem Oelsnitzer Block. Wie im Rausch streben die VSV-Männer dem Matchball entgegen, beim 14:6 ist es dann soweit. Doch plötzlich hakt es noch einmal im Angriffsgetriebe, der entscheidende Punkt will einfach nicht gelingen. Erst im vierten Anlauf stopft Zuspieler Tim Neuber den Ball in den gegnerischen Block und sorgt für den erlösenden 15. Punkt.

Wie schon in der Vorwoche enthielt das Spiel der Oelsnitzer große Schwankungen, auch in diesem Spiel kostete die fehlende Konstanz einen Punkt. Hervorzuheben ist in dieser Partie Martin Mocker, er trug ab dem 2. Satz die Hauptlast im Angriff und zeigte auch in der Abwehr eine tolle Partie. Im vorletzten Spiel der Hinrunde geht es für den VSV am kommenden Samstag zum SV Reudnitz.

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Sascha Claus, Jürgen und Matthias Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Stephan Preußner, Eric Schannwell, Stephen Sehr, Sascha Singer,