Katastrophale Vorstellung kostet Tabellenführung

Die Siegesserie der Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer fand am vergangenen Samstag ein abruptes Ende. Wie schon im Vorjahr setzte es beim SV Reudnitz eine herbe 0:3-Schlappe. Die VSV-Männer fanden in keiner Phase des Spiels zu Normalform, vor allem im Block und der Abwehr gelang den Sperken nahezu nichts. Nach nur 66 Spielminuten stand die erste Auswärtsniederlage der Saison und der Verlust der Tabellenführung fest. Mit weiterhin 15 Punkten rutschen die Sperken auf Rang zwei der Tabelle, punktgleich mit Jena und dem USV TU Dresden. Neuer Tabellenführer ist Markkleeberg mit 16 Punkten. Die Tabellenspitze rückt damit noch näher zusammen, Platz 1 und 5 trennen nur zwei Punkte.      

SV Reudnitz - VSV Oelsnitz 3:0 (25:20; 25:17; 25:23)

Der SV Reudnitz ist und bleibt für den VSV Oelsnitz ein unliebsamer Gegner. Die Leipziger sind ein extrem routinierter Gegner, zudem haben sich in dieser Saison mit dem Ex-Zweitliga-Spieler Thomas Ahne verstärkt. Er war der überragende Akteur auf dem Feld und vom VSV nicht unter Kontrolle zu bringen.

Die Hausherren begannen die Partie mit unangenehmen Aufschlägen, dies sorgte im VSV-Lager für Verunsicherung und Nervosität. Die Angriffe waren harmlos oder ein direkter Fehler, so musste beim 4:10 eine erste Auszeit her. Doch auch durch die klaren Worte von Silke Böhme und Alexander Krug sollten die VSV-Jungs nicht aus ihrer Lethargie erwachen. Der Block war löchrig und in der Abwehr war keinerlei Konzentration und Bewegung. Einfachste Bälle fielen im Oelsnitzer Feld zu Boden, häufig stimmte die Abstimmung zwischen den Abwehrspielern nicht. Reudnitz stand im Block und der Abwehr sehr gut, vor allem die Mittelangriffe der Sperken wurden immer wieder entschärft. Nahezu fehlerlos spulten die Messestädter ihr Programm ab und sicherten sich mit 25:20 den ersten Satz.

Im zweiten Satz sahen die wenigen Zuschauer ein ähnliches Bild. Reudnitz schlug sehr variabel und gefährlich auf, beim VSV fehlt jegliches Selbstvertrauen und Bewegung. Wieder gehen die Gastgeber schnell in Führung und zwingen Silke Böhme zu einer frühen Auszeit beim 2:6. Doch sie konnte ihren Jungs nicht wirklich helfen, denn die Blockade saß im Kopf der Sperken. Diese verlieh sämtlichen Aktionen einen lähmenden Charakter und machte es dem SV Reudnitz leicht die Führung auszubauen und den Satz erneut deutlich mit 25:17 zu gewinnen.

Im dritten Satz keimte zu Beginn Hoffnung auf, nach guten Aufschlägen von Franz Damaschke gab es erstmals eine 3:1-Führung für die Vogtländer. Leider war diese nur von kurzer Dauer, denn die Hausherren ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und brachten ihre ganze Routine aufs Parkett. Sie nutzten die Harmlosigkeit der Oelsnitzer Angriffe und gewann vor allem die langen und hart umkämpften Ballwechsel. Wieder gingen sie in Führung und die Messen schienen beim 19:15 gelesen. Doch plötzlich ging noch einmal ein Ruck durch den VSV-Sechser, gute Aufschläge und endlich einmal erfolgreiche Blocks und Abwehrarbeit bedeuteten die plötzliche 20:19-Führung. Doch wie sollte es anders sein, Reudnitz nimmt eine Auszeit und beendet die kurze Schwächephase mit einem unblockbaren Angriff von Altmeister Jan-Türk Daßler. Diesem folgen zwei gefährliche Aufschläge und schon sind jegliche Hoffnungen im Keim erstickt. Dem besten Mann auf dem Feld war es dann vorbehalten den Matchball zu verwandeln. Mit einem Hinterfeldangriff beendet Thomas Ahne den Satz mit 25:23.

Die Teppichstädter hatten jetzt endlich etwas besser ins Spiel gefunden, doch leider zu spät. Wäre der Satzanschluss gelungen, so wäre es noch einmal richtig spannend geworden. So steht am Ende eine desolate Vorstellung und verdiente Niederlage zu Buche. In vierzehn Tagen endet die Hinrunde mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Bad Düben.   

VSV Oelsnitz spielte mit: Franz Damaschke, Sascha Claus, Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Felix Martin, Franz Masur, Martin Mocker, Stephan Preußner, Eric Schannwell, Thilo Schmalfuß, Stephen Sehr, Sascha Singer