VSV Oelsnitz kommt nicht voll in Fahrt

Nachdem am vergangenen Wochenende der Jahresauftakt gegen den VSV Jena mit 1:3 verloren ging, wollten die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer an diesem Wochenende den ersten Sieg der Rückrunde einfahren. Gegen den Tabellenachten Erfurter VC zeigten sie vor allem kämpferisch eine bessere Leistung als in der Vorwoche. Doch die 280 Zuschauer sahen eine durchwachsene Leistung ihrer Mannschaft, zahlreiche unnötige Fehler und Unkonzentriertheiten ließen am Ende die Gäste jubeln. Sie behielten nach genau zwei Stunden Spielzeit die Oberhand und gewannen mit 3:2.    

VSV Oelsnitz - Erfurter VC 2:3 (25:19; 17:25; 25:19; 16:25; 14:16)

Wie schon so oft in dieser Saison verschliefen die Gastgeber den Auftakt der Partie, denn die Thüringer konnten mit einer 3:0-Führung in den ersten Satz starten. Dann entschlossen sich auch die Sperken an der Begegnung aktiv mitzuwirken. Aus einer stabilen Annahme konnten die Angriffe erfolgreich gestaltet und zum 6:6 ausgeglichen werden. Beim 15:15 erzielte Franz Masur mit druckvollen Aufschlägen Wirkung beim Gegner, dessen Annahme wackelte und daraus resultierend konnte der Oelsnitzer Block erfolgreich zupacken. Sie zogen auf 22:15 davon und ließen sich den Satz mit 25:19 nicht mehr nehmen.

Im zweiten Satz deutete sich schon nach wenigen Minuten ein Debakel an. VSV-Trainerin Silke Böhme musste beim 0:5 die erste Auszeit nehmen, dies konnte ihre Jungs jedoch nur kurz wachrütteln. Die Erfurter schlugen in diesem Satz deutlich besser auf, die ungenauen Annahmen machten es VSV-Regisseur Tim Neuber schwer die Bälle variabel zu verteilen. Die häufig harmlosen Angriffe waren eine sichere Beute des guten Erfurter Blocks oder der sehr agilen Abwehr. Die verteidigten Bälle wandelten die Gäste mit Geschick und den Nachlässigkeiten der Sperken erfolgreich in Punkte und eine 18:11-Führung um. Mit 25:17 ging dieser Satz deutlich an die Gäste.

Im dritten Satz waren beide Mannschaften lange Zeit gleichauf, die größte Aufmerksamkeit in diesem Satz zog leider die Schiedsrichterin auf sich. Mit zahlreichen fragwürdigen Entscheidungen sorgte sie für große Unruhe und besonders bei den Thüringern für Wut im Bauch. Davon ließen sie sich wohl zu sehr anstecken, etliche Fehler ebneten den Teppichstädtern den Weg zum klaren 25:19-Satzgewinn.

Der vierte Satz wurde zur Kopie des Zweiten. Beim VSV ging plötzlich nichts mehr. Eine schwache Annahme war die Ursache für harmlose Angriffe und erfolgreiche Gegenangriffe der Gäste. Diese hatten mit Kapitän Lars Pößel und Stanislav Bakumovski zwei bärenstarke Vollstrecker in ihren Reihen. Sie punkteten nahezu nach Belieben und waren vom Block der Gastgeber nicht in den Griff zu bekommen. Wieder deutete sich nach wenigen Minuten ein Debakel an, beim 7:11 war bereits die zweite Auszeit verbraucht. Zwar kämpften die VSV-Männer verbissen um jeden Ball, doch das nötige Selbstvertrauen war bei den Spielern nicht zu spüren. Mit dem klaren 25:16 schaffen es die Gäste in den Tiebreak.

Hier nehmen sie den Schwung des vierten Satzes mit und gehen schnell mit 2:6 in Führung. Nach einer Auszeit und noch vor dem Seitenwechsel kehrt endlich der Mut aufs Oelsnitzer Feld zurück. Mit großem Kampfgeist und Entschlossenheit wird der Rückstand durch Block und Abwehr auf 6:7 verkürzt und kurz darauf zum 8:8 ausgeglichen. Das Publikum spürte den Kampfgeist des VSV-Sechsers und feuerte seine Mannschaft lautstark an. Die Bemühungen wurden mit der ersten Tiebreak-Führung beim 13:12 belohnt, kaum jemand hielt es noch auf den Sitzen. Spannender konnte es nun kaum werden, denn die Gäste bewiesen Nervenstärke und gingen ihrerseits mit 14:13 in Führung. Die Hausherren wehrten diesen ersten Matchball ab, sahen sich aber gleich darauf beim 15:14 mit dem zweiten Matchball konfrontiert. Nach einer missglückten Annahme nahmen die thüringer Landeshauptstädter das Geschenk gerne an und verwandelten zum 16:14-Auswärtssieg.

Der VSV-Sechser agierte schon kampfbetonter als in der Vorwoche, es fehlte jedoch vor allem an Durchschlagskraft im Angriff und im Block. Da auch Verfolger USV TU Dresden mit 2:3 beim VC Dresden II unterlag, bleiben die Sperken mit 19 Punkten auf Rang 3. Der Rückstand auf das Führungsduo Markkleeberg/Jena beträgt nun jedoch bereits fünf Punkte. Nach dieser Niederlage muss man nun auch nach hinten blicken, denn das Feld rückt immer näher zusammen. Der neue Tabellenachte SV Reudnitz hat immerhin auch schon 14 Punkte auf dem Konto. Die Liga ist daher spannend wie nie zuvor. Am kommenden Samstag steht für die Sperken die nächste Härteprüfung auf dem Programm, dann geht es zum VC Altenburg. Dieser wurde im Hinspiel mühevoll mit 3:2 geschlagen.  

VSV Oelsnitz spielte mit: Sascha Claus, Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Felix Martin, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Stephan Preußner, Eric Schannwell, Stephen Sehr, Sascha Singer