VSV Oelsnitz kann noch siegen

Endlich konnten die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer wieder jubeln. Gegen die abstiegsbedrohten L.E. Volleys II wurden die Sperken am Samstag ihrer Favoritenrolle gerecht und behielten vor rund 170 Zuschauern mit 3:0 die Oberhand. Wie schon im Hinspiel dominierten sie die Partie über weite Strecken, lediglich im zweiten Satz sorgte eine kurze Schwächephase für unnötige Spannung. Nach 75 Minuten stand der verdiente Erfolg und der Sprung auf Tabellenplatz 3 zu Buche. 

VSV Oelsnitz - L.E. Volleys II 3:0 (25:19; 28:26; 25:18)

Trotz der bisherigen Ergebnisse in diesem Jahr gingen die Oelsnitzer als Favorit in die Partie. Die jungen Gäste spielen gegen den Abstieg und in vielen Situationen machte sich ihre fehlende Erfahrung bemerkbar. Trotzdem kämpften sie wacker und setzten immer wieder Akzente mit tollen Angriffen und starker Feldabwehr.

Die Gastgeber begannen die Partie hochkonzentriert und es gelang endlich einmal den Start nicht zu verschlafen. Druckvolle Aufschläge und gute Blockarbeit sorgten für eine schnelle 4:1-Führung und gaben Sicherheit. Die Annahme war sehr stabil und die variablen Angriffe konnten meist direkt verwandelt werden. Leipzigs Trainer Christoph Rascher versuchte mit zwei Auszeiten beim 11:14 und 17:21 den Schwung der Hausherren zu unterbrechen, doch diese ließen sich nicht aus der Bahn werfen und sicherten sich mit 25:19 den ersten Durchgang.

Nun war besondere Vorsicht geboten, denn in den vergangenen Spielen hatten die Sperken jeweils den ersten Satz gewonnen und waren dann im zweiten Satz eingebrochen. Die klare Ansage von Spielertrainer Alexander Krug schien zu fruchten, denn die VSV-Männer setzten die konzentrierte Spielweise fort. Mit geringer Fehlerquote und druckvollem Spiel wurde eine beruhigende 18:12-Führung erspielt. Doch die Gäste gaben nie auf, kämpften verbissen um jeden Ball und wurden dafür häufig belohnt. Sie gewannen die langen Ballwechsel und nutzten eine plötzliche Schwächephase der Teppichstädter. Plötzlich stotterte der Angriffsmotor, zahlreiche Angriffe landeten im Aus oder im Block der Gäste. Erst beim 18:17 stoppte der Lauf der Messestädter durch einen Netzaufschlag. Doch die junge Bundesligareserve hatte nun Lunte gerochen, die Sperken wackelten und es ging in eine dramatische Schlussphase. Die Oelsnitzer konnten sich noch einmal auf 23:20 absetzen, doch die Leipziger konterten mit einer Mini-Serie zum 23:23. Den ersten Satzball hatten jedoch die Sperken, nach erfolgreicher Abwehr hatten sie den Satzgewinn auf der Hand. Doch der blockfreie Angriff landete im Netz und die Oelsnitzer benötigen drei weitere Anläufe um beim 27:26 endlich den Sack zuzumachen.

Doch auch in diesem Spiel sollte der Fehlstart in einen Satz nicht ausbleiben, diesmal geschah es im dritten Satz. Beim 0:3 musste bereits die erste Auszeit her. Die klaren Worte zeigten Wirkung und der VSV fand zurück zum konzentrierten Spiel. Die Gäste agierten vor allem im Aufschlag mit einer hohen Fehlerquote, damit machten sie ihre teilweise sehr sehenswerten Angriffe wieder zunichte und es den Hausherren leicht, eine Führung zu erspielen und den Satz deutlich mit 25:18 zu gewinnen.

Der erste Sieg in der Hinrunde gibt den Sperken hoffentlich Selbstvertrauen für die kommenden Begegnungen. Schon am kommenden Samstag steht die Reise zum heimstarken USV TU Dresden auf dem Programm.     

VSV Oelsnitz spielte mit: Sascha Claus, Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Felix Martin, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Stephan Preußner, Eric Schannwell, Stephen Sehr, Sascha Singer