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Packende Regionalligapartie ohne Happyend

Das war endlich wieder der VSV Oelsnitz wie ihn die Fans und Zuschauer kennen und lieben. Nach den schwachen Spielen der vergangenen Wochen zeigte der VSV am Samstag endlich wieder sein wahres Gesicht. Gegen den favorisierten Vorjahresmeister VC Dresden II kämpften die Sperken verbissen um jeden Ball und erzielten viele sehenswerte Punkte. Beide Teams schenkten sich nichts und die absolut hochklassige Partie wurde erst nach fast zwei Stunden Spielzeit entschieden. Am Ende hatten die Elbestädter knapp mit 3:1 die Nase vorn. Mit 23 Punkten bleiben die Oelsnitzer auf Rang 5 der Tabelle. 

VSV Oelsnitz - VC Dresden II 1:3 (25:20; 21:25; 23:25; 22:25)

Die Aufstellung des VSV wurde in dieser Partie kräftig durchgemischt, mit Felix Martin und Franz Damaschke rückten zwei neue Spieler in den Startsechser. Hinzu kamen Franz Masur, Thilo Schmalfuß, Martin Mocker, Jürgen Hanitzsch sowie die beiden Liberos Sascha Claus und Stephan Preußner.  

In dieser Partie gab es kein langes Abtasten, beide Teams legten los wie die Feuerwehr und es entwickelte sich ab dem ersten Ballwechsel ein Duell auf Augenhöhe. Auf beiden Seiten stimmte die Annahme, daraus resultierten jeweils sehenswerte Angriffe. Vor allem das erste Tempo über die Mitte sorgte stets für krachende Einschläge im gegnerischen Feld. Die Sperken waren sehr beweglich in der Feldabwehr, die so verteidigten Bälle sorgten für zusätzliches Selbstvertrauen. Beim 14:14 brachten sie die Gäste dann zur Verzweiflung. Wie eine Gummiwand wurden nun alle Angriffe entschärft, vor allem Libero Stephan Preußner stand immer goldrichtig. Die verteidigten Bälle wurden im Angriff mit viel Cleverness in Punkte umgemünzt, die VSV-Männer waren im Rausch. Völlig genervt nahm VC-Coach Niklas Peisl beim 14:19 seine zweite Auszeit. Vergeblich, denn die Hausherren sicherten sich unbeeindruckt mit 25:20 den ersten Durchgang.

Im zweiten Satz stellten die Gäste die Aufstellung ein wenig um, darüber kamen sie nun immer besser ins Spiel. Vor allem Diagonalangreifer Marcel Rosenlöcher lief zu Höchstform auf. Er war vom Oelsnitzer Block und der Abwehr nicht in den Griff zu bekommen. So gelang es den jungen Gästen sich zur Satzmitte auf 19:15 abzusetzen und mit 25:21 den Satzausgleich herzustellen.

Diesen Schwung nahmen die Elbestädter mit in den dritten Satz. Auch Dank einiger Unkonzentriertheiten der Hausherren lagen sie schnell mit 9:4 in Führung. Eine Auszeit rüttelte die VSV-Männer dann wieder wach. Franz Masur setzte die VC-Annahme mit starken Aufschlägen unter Druck und der Block konnte nun immer wieder zupacken. Aber auch im Angriff schepperte es gewaltig, vor allem Thilo Schmalfuß ließ es über die Mitte mehrfach krachen im Dresdner Feld. Die Sperken hatten nun wieder ihren Rhythmus gefunden, sie schlugen sehr gut auf und punkteten clever im Angriff. Beim 23:21 sah alles nach dem zweiten Satzgewinn aus, doch plötzlich war kein Durchkommen mehr. Der Block und die Abwehr der Gäste waren zur Stelle, im Angriff verwandelten sie clever die erarbeiteten Punktchancen. Auf einmal hatten die Gäste beim 24:23 den ersten Satzball, wieder war der VSV-Angriff zu harmlos und die Landeshauptstädter bedankten sich mit dem 25:23-Satzgewinn.

Die Sperken spielten im dritten Satz weiter munter mit und kämpften engagiert und mit großer Spielfreude. Der ärgerliche und unnötige Satzverlust nagte jedoch ein wenig am Nervenkostüm und dem Selbstvertrauen, denn die Entschlossenheit in einzelnen Aktionen war merklich zu spüren. Kleine Fehler nutzten die Gäste konsequent aus und zogen auf 17:11 davon. Nach einer Auszeit war im VSV-Lager klar: jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren, also Kopf aus und Spielfreude an. Dieses Rezept zeigte Wirkung, der Rückstand schmolz und beim 18:20 schien alles möglich. Doch die Gäste konterten ebenfalls mit einer Auszeit, nahmen den Schwung aus dem VSV-Spiel und hatten beim 24:20 vier Matchbälle. Zwei wehrten die Teppichstädter engagiert ab, beim dritten landete der Aufschlag im Netz und die Gäste bejubelten den verdienten 3:1-Sieg.

Die Oelsnitzer boten dem begeisterten Publikum eine geschlossen starke Leistung. Auch wenn es nicht zum Sieg reichte, der Unterhaltungswert dieser Partie war enorm hoch. Vor allem weil sich der VSV emotional und kämpferisch als Einheit präsentierte. Zuspieler Franz Damaschke führte hervorragend Regie und legte immer wieder den Grundstein für tolle Aktionen seiner Angreifer.

Der VSV steht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, den Anschluss zur Tabellenspitze Markkleeberg und Jena haben sie verloren, nach unten in Richtung Abstieg kann auch nichts mehr passieren. So erhielten vor allem die Spieler Einsatzzeiten, die bislang noch sehr wenig in der Saison spielen konnten. Alle zeigten eine sehr gute Leistung. dennoch fehlte hin und wieder ein Quäntchen Erfahrung und Abgebrühtheit. Aber nur auf diesem Weg kann es dem VSV gelingen, den Kader noch breiter und ausgeglichener für die Zukunft aufzustellen. Am kommenden Wochenende geht es zum Tabellenführer TSG Markkleeberg, dort können die Sperken als Außenseiter frei und unbekümmert aufspielen.     

VSV Oelsnitz spielte mit: Sascha Claus, Franz Damaschke, Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Felix Martin, Franz Masur, Martin Mocker, Stephan Preußner, Eric Schannwell, Stephen Sehr, Thilo Schmalfuß