Tiebreak-Sieg zum Saisonabschluss

Die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer beendeten am Samstag die Saison 2015/16 mit einem hart erkämpften Tiebreak-Sieg beim Tabellenletzten SV Bad Düben. Dabei mussten sie sogar einen 0:2-Satzrückstand aufholen um am Ende noch zwei Punkte zu ergattern. Diese zwei Punkte genügten um in der Abschlusstabelle noch auf den fünften Platz zu klettern. Das Saisonziel wurde jedoch durch die Personalsorgen der Rückrunde klar verfehlt. 

SV Bad Düben - VSV Oelsnitz 2:3 (25:22; 25:21; 20:25; 15:25; 13:15)

Für beide Mannschaften ging es in dieser Partie theoretisch um nichts mehr, doch natürlich wollten beide Teams die Saison mit einem Sieg abschließen. Insbesondere die Gastgeber - sie standen bereits als Absteiger fest - wollten sich bei ihrem Publikum mit einem Sieg aus der Regionalliga verabschieden. Die Vogtländer konnten sich mit einem Erfolg in der Tabelle noch ein wenig verbessern, doch zunächst war der dafür nötige Wille und Ehrgeiz nicht zu verspüren. Denn es waren die Hausherren die druckvoll begannen und die Oelsnitzer Annahme unter Druck setzen. Schnell zogen sie auf 14:9 davon und nötigten dem VSV die erste Auszeit ab. Doch es gelang nicht die Annahme zu stabilisieren, daraus resultierten zu drucklose Angriffe. Mit 25:22 sichern sich die Kurstädter den ersten Durchgang.

Im zweiten Satz wurde die Aufstellung noch einmal durcheinander gewirbelt, für Stephan Preußner wechselte Franz Masur von der Mittelblockerposition zu Eric Schannwell in den Außenangriff. Damit war nun kein etatmäßiger Außenangreifer mehr auf dem Feld. Diese Umstellung sorgte zunächst für weitere Unsicherheit in der Annahme, die Hausherren konnten sich erneut bereits früh im Satz absetzen. Sie legten den größeren Einsatzwillen an den Tag und sicherten sich mit einem 25:21 auch den zweiten Satz.

In der Mitte des dritten Satzes schien dann endlich der Knoten geplatzt zu sein, der VSV erhöhte den Druck im Aufschlag und kam vor allem über einen größeren Einsatz und Kampfgeist in die Partie. Mit größerem Selbstvertrauen stabilisierte sich auch die Annahme und die Angriffe wurden zwingender. Nun war es der Gastgeber der ständig einem Rückstand hinterherlief und mit zwei Auszeiten versuchte den Lauf der Vogtländer zu unterbrechen. Doch sie ließen sich nicht von der Siegerstraße abbringen und stellten mit einem 25:20 den Satzanschluss her.

Die VSV-Männer zeigten nun endlich Spiel- und Einsatzfreude und den Willen, wenigstens noch zwei Punkte aus Nordsachsen zu entführen. Die bislang engagiert und sicher agierenden Hausherren verloren völlig ihren Spielfaden und fanden kaum mehr ein Mittel gegen den starken Block und die bewegliche Abwehr der Gäste. Diese hingegen punkteten nun clever und gewannen den Satz deutlich mit 25:15.

So ging es im letzten Spiel der Saison noch einmal in einen Tiebreak, den insgesamt 7. in 18 Spielen. Die Teppichstädter nahmen den Schwung des vierten Satzes mit und zogen nach einer Aufschlagserie von Eric Schannwell auf 6:2 davon. Doch die Gastgeber gaben nicht auf, nutzten kurze Konzentrationsschwächen der Sperken und verkürzten den Rückstand auf einen Punkt. In einem engen Satzfinale waren es dann die Oelsnitzer die mit der größeren Erfahrung den Deckel auf den 15:13-Satzgewinn machten.

Damit beenden die Sperken eine mehr als durchwachsene Rückrunde mit einem Erfolgserlebnis, die Endbilanz ist dennoch ernüchternd. Zum Saisonende stehen jeweils 9 Siege und 9 Niederlagen und der fünfte Tabellenplatz zu Buche. Zum Saisonstart standen VSV-Trainerin Silke Böhme eigentlich 14 Spieler zur Verfügung. Doch vor allem in der Rückrunde ließen Verletzungen sowie berufliche und private Verpflichtungen die Personaldecke extrem schrumpfen. Teilweise mussten die Spiele ohne Spielmacher und etatmäßigen Libero absolviert werden. In einer derart engen Leistungsdichte wie in diesem Jahr, reichte dies meist nicht zum Sieg. Die Oelsnitzer haben dem Saisonende entgegengefiebert, denn erst in einigen Wochen wird der Großteil der Spieler wieder einsatzbereit sein. Es wird zwar weiter trainiert, doch Punktspiele wird es erst wieder im September geben. Der VSV bedankt sich bei allen Fans, Zuschauern und natürlich den Sponsoren für die tolle Unterstützung in der gesamten Saison.    

VSV Oelsnitz spielte mit: Jürgen Hanitzsch, Alexander Krug, Franz Masur, Martin Mocker, Tim Neuber, Eric Schannwell, Stephen Sehr, Stephan Preußner