Bittere Niederlage in Leipzig

Die ersten Herren des VSV Oelsnitz wollten am Samstag den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft gehen. Leider konnten die eigenen Ansprüche gegen starke Leipziger nicht verwirklicht werden. In einem engen Spiel verloren die Sperken letztlich verdient mit 2:3 gegen die Reserve des Bundesligateams der LE Volleys.

LE Volleys II – VSV Oelsnitz 3:2 (21:25, 25:22, 21:25, 25:20, 15:10)

Die Vorzeichen des Spiels in der Messestadt waren aus Sicht der Sperken nicht schlecht. Mit vollem Kader reiste man nach Leipzig um den nächsten Schritt Richtung Meisterschaft zu gehen und den deutlichen Sieg aus dem Hinspiel zu bestätigen. Letztlich erwiesen sich die Leipziger jedoch als konstanter und konnten zwei Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Bei Oelsnitz konnte der Punktgewinn keine Freude auslösen.

Schon der erste Satz gab die Marschrichtung für das Spiel vor. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Auszeiten nahmen die Leipziger bei Spielständen von 15:16 und 15:18. Oelsnitz nutzte zuvor eine Unterbrechung bei 11:12. Beide Mannschaften agierten aus eigener Annahme sicher und konnten aus der Abwehr nur zu wenigen Punkten kommen. Den knappen Vorsprung erspielte sich Oelsnitz mit druckvollen Aufschlägen und guter Block- und Abwehrleistung. Am Ende konnten die Sperken den Satz mit 25:21 für sich verbuchen. Jedem in der Halle war jedoch klar, dass der Ausgang keineswegs aufgrund deutlicher Leistungsunterschiede zustande gekommen war.

In Satz bestätigte diesen Eindruck. Oelsnitz konnte sich zwar zu Beginn des Satzes leicht auf 12:8 absetzen, den Vorsprung jedoch im Verlauf des Satzes nicht mehr verwalten. Leipzig steigerte erfolgreich den Druck im Aufschlag und kam nach und nach dem Ausgleich näher, den sie bei 21:21 letztlich erreichten. In der Folge brachen die Sperken ein und mussten mit ansehen, wie sich die Messestädter auf 25:22 absetzten.

Den Satzverlust steckten die Sperken verhältnismäßig gut weg und weiterhin verlief das Spiel eng. In der Mitte des Satzes hatte sich Oelsnitz wieder einen leichten Puffer von 14:11 Punkten erspielt. Diesen Vorsprung konnten die Sperken halten und gewannen den dritten Durchgang verdient mit 25:21.

In Satz vier kamen die Leipziger dann wieder stark zurück. Gleich zu Beginn setzten sie sich durch starke Aufschläge von Axel Roscher auf 5:1 ab. Der Satz verlief in der Folge zwar wieder ausgeglichen, die Sperken liefen aber stets dem zu Beginn erlittenen Rückstand hinterher und verzweifelten im Angriff an einer starken Leipziger Verteidigung, die immer wieder zu wirkungsvollen Gegenangriffen führte. Den Sperken fehlte nun vor allem das überragende Blockspiel der vergangenen Wochen. Die jungen Leipziger gewannen aufgrund ihrer konstanten Leistung zusehends an Souveränität. Konsequenterweise ging der Satz mit 25:20 an die Gastgeber.

Im Tie-Break wollten die Sperken wenigstens Schadensbegrenzung betreiben. Leipzig spielte jetzt jedoch das entscheidende Quäntchen besser und hatte in den richtigen Momenten auch das nötige Glück auf seiner Seite. Wieder setzen sie sich gleich zu Beginn leicht ab und verwalteten den Vorsprung in der ersten Hälfte des Satzes. Oelsnitz kam noch auf 8:9 Punkte heran, gab jedoch durch eine Vielzahl kleinerer Unzulänglichkeiten die Möglichkeiten zum Sieg wieder aus der Hand. Leipzig gab sich im eigenen Haus keine Blöße mehr und konnte am Ende einen hart erkämpften und am Ende auch verdienten Erfolg über den Tabellenführer verbuchen.

Die Sperken haben nach der Niederlage den Ausgang der Meisterschaft zwar noch selbst im Griff, haben in Leipzig jedoch einen deutlichen Rückschlag erlitten. Aus den verbleibenden zwei Spielen müssen auch zwei Siege geholt werden um aus eigener Kraft die Meisterschaft zu sichern. In der kommenden Woche geht es für die Sperken nach Nordhausen. Dort muss unbedingt gewonnen werden um dann am letzten Spieltag vor heimischem Publikum die Meisterschaft zu sichern. Es werden spannende 14 Tage in der Regionalliga Ost.

Der VSV Oelsnitz spielte mit: Falko Ahnert, Martin Mocker, Franz Damaschke, Sascha Singer, Sascha Preußner, Sascha Claus, Stephen Sehr, Jürgen Hanitzsch, Yves Heinig, Eric Schannwell, Tim Neuber, Franz Masur