Oelsnitz verliert seine weiße Weste aber bleibt ungeschlagen 

Im bisher schwersten Spiel der Saison setzen sich die Sperken gegen den Vorjahresdritten, Deggendorf, durch. Es war ein hochklassigen Drittligaspiel, das die Zuschauer zu sehen bekamen. Am Ende konnte sich Oelsnitz knapp aber verdient durchsetzen, kann dem Punktekonto jedoch nur zwei der möglichen drei Punkte hinzufügen.

TSV Deggendorf verliert gegen den VSV Oelsnitz 2:3 (13:25; 25:23; 18:25; 29:27; 12:15)

Der erste Satz war für die Gastgeber gleichzeitig der erste Satz der Saison. Man konnte ihnen klar anmerken, dass sie von der Leistung der Oelsnitzer überrascht und mit der Konsequenz des Oelsnitzer Spiels überfordert waren. Im Spiel aus der eigenen Annahme souverän und aus der Abwehr im Gegenangriff überlegen, konnte Oelsnitz sich deutlich durchsetzen. 

In Satz zwei fand Deggendorf zu seinem Spiel und setzte Oelsnitz mehr unter Druck. Die Sperken ihrerseits fanden zu wenige Mittel und konnten nun deutlich weniger Punkte aus der Abwehr verbuchen. Zum Ende wurde es zwar noch einmal eng doch die Gastgeber gewannen den Durchgang letztlich verdient. 

In Satz drei steigerten die Sperken den Aufschlagdruck und gewannen die Kontrolle über das Spiel zurück. Deggendorf fand keine Mittel dem Oelsnitzer Angriffsspiel entgegenzuwirken und die Sperken verstanden es gleichzeitig aus der Abwehr immer wieder zu punkten.

Satz vier sollte sich als der engste Durchgang entpuppen. Das Spiel bot den Zuschauern viele attraktive Aktionen und Drittligavolleyball auf höchstem Niveau. Bis zum Stand von 18:18 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Nach einer Auszeit erzwang Oelsnitz jedoch einen Vorsprung von drei Punkten und sah zu diesem Zeitpunkt wie der sichere Sieger aus. Vorrübergehende Unkonzentriertheiten sorgten jedoch dafür, dass Deggendorf wieder an den Sperken vorbeizog und sich die ersten Satzbälle erarbeitete. Diese konnte Oelsnitz zwar abwehren und sich gar selbst zwei Matchbälle erspielen. Es passte jedoch zu diesem Spiel, dass die Gastgeber am Ende das Quäntchen Glück auf Ihrer Seite hatten und sich den Satz sicherten. 

Es musste also der Tie-Break entscheiden. Hier war Oelsnitz wieder zur Stelle und brannte aus der eigenen Annahme ein Feuerwerk ab. Besonders Franz Masur stellte die Gastgeber über die Mitte vor unlösbare Aufgaben. Die Sperken trotzten dem ärgerlichen Ergebnis des vierten Satzes und setzten sich im letzten Durchgang von Beginn an ab. Bis zum Ende hielten die stark aufspielenden Sperken den Vorsprung und belohnten sich damit für ihre gute Leistung. 

Dieses Spiel stellte für die Sperken eine Standortbestimmung dar. Zwar absolvierte der Gastgeber sein erstes Spiel der Saison; das Spiel fand jedoch auf deutlich höherem Niveau statt als die bisherigen Partien und zeigte dem Aufsteiger deutlich, dass man mit diesem Kader in der Dritten Liga absolut konkurrenzfähig ist. Oelsnitz verbleibt mit diesem Ergebnis an der Tabellenspitze und freut sich auf das nächste Heimspiel gegen das Team aus Marktrtedwitz. Am 28.10.2017 hoffen die Sperken wieder auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans um den die nächsten Punkte zu holen.