Die Trauben hängen zu hoch in Gotha

Der VSV Oelsnitz kassiert beim Staffelfavoriten die erste Saisonniederlage. Die Gastgeber präsentierten sich bärenstark und zeigten dem Liganeuling klar die Grenzen auf.

VC Gotha vs VSV Oelsnitz 3:0 (25:18; 32:30; 25:20)

Es war das etwas unerwartete Spitzenspiel der Dritten Liga Ost, in dem der Favorit aus Gotha die bis dahin überraschend ungeschlagenen Sperken vom VSV Oelsnitz empfing. Wer vor dem Spiel davon ausging, dass Oelsnitz aufgrund der Tabellensituation gleichwertig agieren würde, wurde enttäuscht. Gotha zeigte von Beginn an seine Überlegenheit und die Oelsnitzer hatten sichtliche Probleme in der Annahme dem enormen Aufschlagdruck gerecht zu werden. Ein geordneter Spielaufbau war kaum möglich und so gewannen die Gastgeber den ersten Durchgang deutlich mit 25:18.

Satz zwei sollte sich als enger und der interessanteste herausstellen. Die Sperken nahmen den Kampf an und erhöhten laut Order des Trainers den Druck im Aufschlag auf das Maximum. Viele Fehler aber auch mehr Punkte aus der Abwehr waren die Konsequenz und so gestaltete sich das Spiel erstmals offen. Oelsnitz verstand es die wenigen Fehler im Gothaer Spiel zu nutzen und blieb bis in die Endphase dran. Hier erwies man sich nervenstark und wehrte mehrere Satzbälle der Gastgeber ab und hatte sogar selbst die Chance den Sack zu zu machen. Zu gern macht man sich die Gedanken darüber was gewesen wäre wenn man hier das Quäntchen Glück auf seiner Seite gewusst hätte. Am Ende waren es jedoch die Gothaer, die den Satz holten.

In Satz drei setzte sich die Gothaer Dominanz fort. Die Gastgeber vermieden die wenigen Fehler, die ihnen im zweiten Durchgang unterlaufen waren und ließen Oelsnitz nicht ins Spiel zurück. Die Sperken verkauften sich wahrlich nicht unter Wert, mussten sich vor der sensationellen Kulisse der vielen mitgereisten Anhänger jedoch abermals geschlagen geben.

Nach der Niederlage heißt es jetzt Wunden lecken und schnell zurück zu alter Form finden. Das Gothaer Spiel war weitaus physischer als alle bisherigen Partien und die Thüringer stehen mit Recht ganz oben in der Tabelle. Oelsnitz muss sich jetzt auf sich konzentrieren und steht weiterhin deutlich besser da als vor der Saison erwartet.

Am kommenden Samstag empfangen die Sperken den ASV Dachau. Das junge Team schlug am Samstag Deggendorf mit 3:0 und scheint eine der stärksten Mannschaften dieser Saison zu stellen.  Es gilt also schnell wieder auf die Beine zu kommen und die Leichtigkeit der ersten fünf Spiele zurück zu finden.

Für den VSV spielten: Falko Ahnert, Christian Heymann, Benny Hoffmann, Sascha Singer, Sascha Claus, Stephan Preußner, Stephen Sehr, Jürgen Hanitzsch, Yves Heinig, Eric Schannwell, Tim Neuber, Franz Masur