VSV Oelsnitz unterliegt TSV Friedberg 1:3

Die 1. Herrenmannschaft des VSV Oelsnitz konnte am Samstag ihre Niederlagenserie nicht stoppen. Gegen den Tabellenfünften TSV Friedberg gewannen die Sperken zwar den ersten Satz, mussten sich dann jedoch in den folgenden drei Sätzen jeweils knapp geschlagen geben. Die Gäste revanchierten sich damit für die 0:3-Hinspiel-Niederlage und die VSV-Männer bleiben auf Rang neun der Tabelle. 

VSV Oelsnitz - TSV Friedberg 1:3 (25:21; 23:25; 22:25; 23:25)

VSV-Trainer Jan Pretscheck musste das Team nach dem Abschlusstraining am Freitag umstellen, denn Jürgen Hanitzsch verletzte sich im Training am Fuß und war nicht einsatzfähig. Damit fehlten mit Falko Ahnert schon zwei Außenangreifer mit einer Fußverletzung. Die entstehende Lücke im Startsechser wurde durch den eigentlichen Zuspieler Benjamin Hoffman gefüllt.

Die Hausherren begannen druckvoll im Aufschlag und konzentriert in der Annahme. Es gelang hervorragend das eigene Angriffsspiel aufzuziehen und lösbare Blocksituationen zu schaffen. Die Gäste fanden noch nicht richtig ins Spiel, blieben aber vor allem durch Hauptangreifer Michael Stöcker im Rennen. Lange lagen beide Teams gleichauf, im Satzfinale sorgten clevere Aufschläge von Kapitän Tim Neuber für die Vorentscheidung und Grundlage für den Satzgewinn.

Die Oelsnitzer nahmen den Schwung mit in den zweiten Satz, konnten sich hier relativ schnell absetzen. Beim 9:4 nahm Gästecoach Mülleger bereits die zweite Auszeit. Das schien seine Jungs langsam wachzurütteln, sie fanden nun immer besser ins Spiel. Sie verteidigten besser und verwandelten teilweise schwierige Bälle erfolgreich. Dabei half der VSV-Sechser jedoch leider tatkräftig mit, denn die Abstimmung und Beweglichkeit in der Abwehr fehlten häufig. Zudem wackelte die Annahme zunehmend und die Bayern verkürzten Punkt für Punkt. In der Mitte des Satzes kam Eric Schannwell für Christian Heymann aufs Feld, er brachte frischen Wind ins VSV-Spiel. Mit einer sehr guten Quote im Angriff hielt er sein Team im Rennen und es wurde im Satzfinale noch einmal richtig eng. Leider fehlte den Hausherren hier etwas das Selbstvertrauen im Abschluss und sie unterlagen mit 23:25.

Nach der 10-Minuten-Pause kamen die Gäste besser aus der Kabine. Sie spielten nun sehr konzentriert und fehlerarm. Hauptangreifer Michael Stöcker war vom VSV-Block kaum in den Griff zu bekommen, aber auch die anderen Friedberger Angreifer wurden immer besser. Beim VSV fehlte vor allem im Block die Konzentration, immer wieder wurden machbare Situationen nicht zum Punktgewinn genutzt. So liefen die Sperken ständig einem Rückstand hinterher und unterlagen mit 22:25.

Von Außen war nun deutlich der Druck auf den Spielern zu spüren, immer wieder passierten vermeidbare Fehler und in den Angriffsaktionen fehlte die letzte Konsequenz und Durchschlagskraft. Doch es gab auch zahlreiche sehenswerte Ballwechsel, die die rund 300 Zuschauer begeisterten. Oftmals hatten hier die Gäste das bessere Ende für sich. Sie führten erneut permanent mit 4-6 Punkten. Erst im Satzfinale keimte Hoffnung auf, als der Rückstand beim 21:24 auf 23:24 verkürzt werden konnte. Und die Gastgeber hatten sogar die Chance auf den Ausgleich, doch ein abgewehrter Ball konnte im Gegenzug nicht verwandelt werden. Dieses Geschenk ließen sich die Gäste nicht entgehen und Friedbergs Kapitän Julian Birkholz verwandelte den Matchball zum 25:23.

Erneut zeigten die VSV-Männer phasenweise sehenswerten Volleyball. Die Leistungsdichte in dieser dritten Liga ist jedoch so hoch, dass die immer wieder auftretenden kleinen Schwächephasen nicht zum Gewinn eines Satzes reichen. Für den VSV steht am 10.März die nächste schwere Aufgabe an, dann geht es zum Derby zum VC Zschopau.     

VSV Oelsnitz spielte mit: Christian Heymann, Stephan Preußner, Sascha Singer, Sascha Claus, Stephen Sehr, Tim Neuber, Yves Heinig, Christian Böhm, Eric Schannwell, Benjamin Hoffmann, Franz Masur