VSV Oelsnitz punktet trotz schwacher Leistung

Die Oelsnitzer Regionalliga-Volleyballer boten vor einer Woche gegen den Erfurter VC eine fantastische Vorstellung. Sie fegten die Thüringer mit 3:0 vom Oelsnitzer Parkett. Doch anstatt in dieser Woche an diese Leistung anzuknüpfen, spielten sie gegen den GSVE Delitzsch II über weite Strecken sehr fehlerhaft und teilweise lustlos. Da die Gäste jedoch nur phasenweise etwas entgegenzusetzen hatten, konnten die Sperken ihr Heimspiel mit 3:1 gewinnen und den zweiten Tabellenplatz festigen.

VSV Oelsnitz - GSVE Delitzsch II 3:1 (18:25; 25:18; 25:16; 25:16)

Die Gäste gingen als klarer Außenseiter in die Partie, denn die junge Mannschaft aus Delitzsch hatte aus sieben Spielen bislang erst zwei Siege eingefahren. Dies schwirrte scheinbar in den Köpfen der Sperken herum, denn die notwendige Konzentration und Einsatzbereitschaft ließen sie im ersten Satz völlig vermissen. Die Delitzscher nutzten die hohe Fehlerquote der Gastgeber konsequent aus und zwangen Alexander Krug beim 8:12 zur ersten Auszeit. Die folgende Ansage sollte nicht viel bringen, denn den VSV-Männern fehlte es weiterhin an Mut und Aggressivität in den Aktionen. Mit 18:25 ging der Satz verdient an die Delitzscher.

Auch im zweiten Satz fanden die Teppichstädter nicht so richtig zum eigenen Spiel. Die Fehlerquote im Aufschlag und Angriff war weiterhin sehr hoch. Die Gäste waren weiterhin nicht sehr gefährlich, sie kämpften aber verbissen um jeden Ball und machten einfach weniger Fehler. So plätscherte das Spiel bis zum 17:17 dahin, dann ging Jürgen Hanitzsch zum Aufschlag. Seine Aufschläge brachten die GSVE-Annahme in Bedrängnis und gaben dem VSV-Block und der Abwehr endlich auch die Chance auf Ball- und Punktgewinne. Die Folge war der erlösende 25:18-Satzgewinn.

Eigentlich hätte man nun einen konsequent und zielstrebigen agierenden VSV erwartet. Doch auch im dritten Satz zeigte der Tabellenzweite nicht die mögliche Stärke. Es gab weiterhin zu viele harmlose Aufschläge und Angriffe. Nur selten war die Annahme wirklich gut genug um das schnelle Angriffsspiel aufzuziehen. Wenn dies jedoch gelang, dann war der Delitzscher Block völlig überfordert. Die fehlende Erfahrung machten die Gäste mit großem Einsatz wett, so hielten sie den Satz bis zum 16:16 lange offen. Dann sollte sie dasselbe Schicksal wie im zweiten Satz ereilen. Jürgen Hanitzsch legte mit seinen Aufschlägen die Grundlage für eine Punkteserie. Mit einem Aufschlagass beendete er diesen Satz zum 25:16-Satzgewinn.

Jetzt endlich spürte man beim VSV-Sechser etwas mehr Sicherheit und Selbstvertrauen in den Aktionen. Druckvollere Aufschläge und schöne Angriffe raubten den Gästen den letzten Funken Hoffnung hier etwas zählbares mitzunehmen. Schnell stand es 15:5 und die Messen waren gelesen. VSV-Coach Krug gab nun noch einmal den Youngstern Ben Becher, Niclas Meinhold und Jonas Krug ein wenig Praxiserfahrung. Beim 24:12 hatten die Hausherren ausreichend Matchbälle, sie verwandelten allerdings erst den vierten zum 25:16-Satzgewinn.

Es zeigte sich wieder einmal die Oelsnitzer Tradition. Gegen vermeintliche schwächere Gegner tut sich der VSV extrem schwer. Nach einem großen Kraftakt und zahlreichen Wechseln sowie taktischen Veränderungen im normalerweise üblichen Abwehrgefüge, konnten die Oelsnitzer dieses Spiel dann doch noch recht deutlich gewinnen. Weiter geht es für die Vogtländer am 01. Dezember beim Krostitzer SV.   

VSV Oelsnitz spielte mit: Ben Becher, Niclas Meinhold, Sascha Singer, Sascha Claus, Stephen Sehr, Jürgen Hanitzsch, Tim Neuber, Yves Heinig, Eric Schannwell, Jonas Krug, Franz Masur